Italien lehnt Abzug von Soldaten aus Irak ab: Tausende demonstrieren in Rom für Sgrena

Italien lehnt Abzug von Soldaten aus Irak ab
Tausende demonstrieren in Rom für Sgrena

Bei einer Großkundgebung in Rom haben tausende Italiener den Abzug der Truppen ihres Landes aus dem Irak gefordert. Sie hoffen, dass dann die Journalistin Sgrena freikommt.

HB BERLIN. Tausende Menschen haben am Samstag in Rom für die Freilassung der im Irak entführten Journalistin Giuliana Sgrena demonstriert. Sie forderten den Abzug der italienischen Truppen aus dem Irak. Die Extremisten, die Sgrena in ihrer Gewalt haben, hatten das als Bedingung für ihre Freilassung genannt.

Sgrenas Vater, Franco Sgrena, kommentierte die große Zahl von Menschen bei der Kundgebung als ermutigendes Zeichen. «Je mehr Menschen kommen, desto besser.» Sgrena, der am Freitagabend aus Norditalien nach Rom gekommen war, äußerte sich dabei optimistisch, dass seine Tochter frei kommt. Organisiert wurde die Kundgebung von Sgrenas Zeitung «Il Manifesto» und ihrem Kollegen Pier Scolari.

Der Forderungen nach einem Abzug der italienischen Truppen ungeachtet stimmte das Parlament in Rom am Mittwoch einer Mandatsverlängerung für die 3000 italienischen Truppen im Irak zu. Der italienische Außenminister Gianfranco Fini bekräftigte in einem Interview mit dem Magazin «Focus», dass sein Land die Soldaten nicht vorzeitig aus dem Irak abziehen werde. Einen Truppenabzug werde es erst geben, wenn eine frei gewählte irakische Regierung dies wünsche.

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