Italienische Behörden spüren Waffendepot der linksextremen Untergrundorganisation auf
Sprengstoffarsenal der Roten Brigaden entdeckt

Die Polizei in Rom hat ein Sprengstofflager der linksextremistischen Roten Brigaden ausgehoben. Dort wurden auch Polizeiuniformen gefunden.

HB BERLIN. In Rom ist die italienische Polizei auf ein Sprengstoffdepot der Roten Brigaden (BR) gestoßen. Die Behörden sprachen von einem «großen Schlag» gegen die linksextremistische Untergrundorganisation, wie italienische Medien berichten.

Im Keller eines Wohnhauses im Viertel Prenestino wurden demnach am Samstagabend etwa 100 Kilogramm Sprengstoff, Zünder, Computerdisketten und Unterlagen der linksextremistischen Bewegung beschlagnahmt. Auch Carabinieri-Uniformen, Handgranaten und eine Maschinenpistole seien dort sichergestellt worden, hieß es.

Die Ermittler gehen davon aus, dass inzwischen inhaftierte BR-Mitglieder das Versteck nutzten. Seit Oktober hat die Polizei neun Verdächtige festgenommen.

Die Roten Brigaden hatten vor allem in den 70er und 80er Jahren viele Terroranschläge verübt. Eine Nachfolgeorganisation übernahm die Verantwortung für die Morde an den Regierungsberater Massimo d'Antona 1999 und Marco Biagi im vergangenen Jahr.

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