Italienische Regierung hat 72 Stunden Zeit
Entführer im Irak stellen Italien Ultimatum

Wenige Stunden nach der Entführung der italienischen Journalistin Sgrena in Bagdad haben deren Geiselnehmer der Regieurung in Rom eine Deadline gesetzt. 72 bleiben zur Erfüllung der Forderung.

HB BERLIN. Eine Gruppe radikaler Islamisten hat zu der Entführung einer italienischen Journalistin im Irak bekannt. Wie der arabische Sender Al Dschasira berichtete, stellten die Geiselnehmer zudem der italienischen Regierung ein Ultimatum. Wenn nicht innerhalb von 72 Stunden alle Soldaten des Landes aus dem Irak abgezogen sein, werde Giuliana Sgrena getötet.

Die Journalistin, die für die italienische Zeitung «Il Manifesto» aber auch die deutsche «Zeit» arbeitete, war am Freitagmorgen in Bagdad verschleppt worden. Zeugen berichteten, es habe eine Schießerei gegeben, als die 56 Jahre alte Italienerin in der Nähe der Universität der irakischen Hauptstadt in ein Auto gezerrt wurde. Sgrena sei gerade aus einer Moschee gekommen.

Die Täter warteten laut Sgrenas Dolmetscher in Fahrzeugen vor der Moschee. Selbst Wachleute, die auf die Männer schossen, hätten die Entführung nicht verhindern können, sagte der Dolmetscher, der von US-Soldaten verhört wurde.

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