Italienischer Gesandter sucht Kontakt zu Geiselnehmern
Italienerinnen im Irak angeblich noch am Leben

Die italienischen Geiseln im Irak sind laut einem Pressebericht noch am Leben. Sie würden «menschlich behandelt», will eine kuwaitische Tageszeitung erfahren haben.

HB BERLIN. Die beiden im Irak entführten Italienerinnen Simona Pari und Simona Torretta sind noch am Leben. Das berichtet die kuwaitische Tageszeitung «Al-Ray Al-Aam» unter Berufung auf «gut informierte Kreise» im Irak.

Demnach befinden sich die beiden Frauen in der Gewalt einer Rebellengruppe, die sie «menschlich nach den Prinzipien des Islam» behandelten. Meldunge, wonach zwei Extremistengruppen sich diese Woche zur Ermordung der beiden Italienerinnen bekannt hatten, seien falsch. Die Gruppierungen, die das behauptet hätten, hätten nur geringes Gewicht unter den Rebellenorganisationen im Irak, so die Zeitung.

Die Entführer wollen Druck auf die Regierung von Silvio Berlusconi ausüben, um sie zum Abzug ihrer Truppen aus dem Irak zu bewegen. Italien habe jetzt, wie die Zeitung weiter schreibt, einen hochrangigen Gesandten, Nicola Calbari, nach Damaskus geschickt. Dieser habe diplomatische Kontakte geknüpft, die zu den Kidnapper führen sollen.

Die italienische Regierung zeigte wollte den Zeitungsbericht nicht kommentieren. Schweigen sei in dieser «heiklen Lage» eine Pflicht, sagte ein Sprecher des italienischen Ministerpräsidenten.

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