Italiens Kampf gegen Extremisten
141 Terror-Verdächtige festgenommen

Italiens Behörden haben nach der Einführung strengerer Sicherheitsgesetze in den vergangenen Tagen 141 Verdächtige im ganzen Land festgenommen.

HB ROM. „Die jüngsten Einschätzungen ... bestätigen, dass es ein anhaltend hohes Risiko für einen terroristischen Anschlag in unserem Land gibt“, erklärte das Innenministerium am Montag in Rom weiter. Für 701 Menschen werde die Ausweisung vorbereitet. Als Teil der Ermittlungen seien insgesamt fast 33 000 Menschen befragt worden, hieß es. Vor allem Betreiber von Geldtransfer-Agenturen, Internet-Cafes und Call-Center standen dem Ministerium zufolge im Fokus der Untersuchungen.

Nach den jüngsten Bombenanschlägen in Großbritannien und Ägypten fürchten die italienischen Behörden ähnliche Angriffe auch im eigenen Land. In der Vergangenheit haben angebliche islamistische Gruppierungen im Internet wiederholt mit einem Anschlag auch in Italien gedroht. Die Regierung in Rom gilt - wie die britische Regierung - als eine der engsten Verbündeten der USA im Irak-Krieg und hat dort rund 3000 Soldaten stationiert.

Um die Festnahme und Abschiebung von Verdächtigen zu erleichtern, verabschiedete das italienische Parlament erst Ende Juli ein neues Sicherheitspaket, das dem Staat weitere Befugnisse einräumt. So sollen etwa der Internetverkehr und Telefongespräche künftig strenger überwacht werden. Verbrechen mit terroristischem Hintergrund sollen härter bestraft werden können.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%