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Italiens Präsident: Land muss Vertrauen der Märkte zurückgewinnen

Erst beschließt Italiens Regierung Sparmaßnahmen um sie nur wenig später zurück zu nehmen. Jetzt mahnt der Präsident: So geht's nicht. Italien muss das Vertrauen der Märkte wieder gewinnen.

Italiens Präsident Giorgio Napolitano hat die Regierung ermahnt, die beschlossenen Sparpläne konsequent umzusetzen. Quelle: Reuters
Italiens Präsident Giorgio Napolitano hat die Regierung ermahnt, die beschlossenen Sparpläne konsequent umzusetzen. Quelle: Reuters

RomItaliens Präsident Giorgio Napolitano hat die Regierung zu zügigem Handeln aufgerufen, um das Vertrauen der Finanzmärkte wiederzugewinnen. Der Anstieg der Risikoprämien italienischer Anleihen zu vergleichbaren Bundesanleihen sei ein alarmierendes Signal, das niemand unterschätzen dürfe, warnte Napolitano am Montag in einer Mitteilung.

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Die Reaktion der Märkte zeige, dass die Rückgewinnung des Vertrauens schwierig sei. Dies sei aber unumgänglich und müsse schnell erfolgen, mahnte das Staatsoberhaupt. Die im Parlament vertretenen Parteien rief er auf, die Sparbeschlüsse nicht zu blockieren. Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte einige der nach schweren Börsenturbulenzen versprochenen Reformen vor wenigen Tagen wieder kassiert und damit auch bei der Bundesregierung und der Europäischen Zentralbank Kritik ausgelöst, die das Land mit Anleihekäufen gestützt hatte.

Das sind Italiens größte Probleme

  • Der Schuldenberg

    Italien schiebt nach Griechenland den größten Schuldenberg aller Euro-Länder vor sich her: Er ist rund 1,9 Billionen Euro groß, was 120 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung entspricht. Die EU-Verträge erlauben nur eine Obergrenze von 60 Prozent. Der Berg wird noch weiter wachsen, weil die Regierung erst ab 2013 ohne neue Schulden auskommen will.

    In diesem Jahr erwartet sie eine Defizit von 3,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, 2012 soll die Neuverschuldung auf 1,4 Prozent fallen.

  • Hohe Neuverschuldung

    Auch bei der Neuverschuldung dürfte Italien in diesem und im kommenden Jahr die Defizitgrenze von drei Prozent reißen: Die EU-Kommission rechnet mit einem Minus von 4,0 und 3,2 Prozent. Erst 2014 will die Regierung ohne neue Schulden auskommen.

  • Schwaches Wachstum

    Im Vergleich zu den anderen großen Euro-Ländern Deutschland und Frankreich kommt Italien nicht in Schwung. Die EU-Kommission senkte erst vor wenigen Tagen ihre Wachstumsprognose für 2011 von 1,0 auf 0,7 Prozent. Zum Vergleich: Die gesamte Währungsunion dürfte mit 1,6 Prozent mehr als doppelt so schnell wachsen. Rasche Besserung ist nicht in Sicht: Italien macht zu schaffen, dass die Exporteure ihre Waren vorwiegend an andere Euro-Länder liefern und damit nicht so stark vom Boom der Schwellenländer profitieren wie ihre deutschen Konkurrenten. Gleichzeitig leidet die Binnenwirtschaft unter schrumpfenden Bauinvestitionen. Der private Konsum kommt wegen der hohen Arbeitslosigkeit und steigender Preise nicht recht in Schwung. Er leidet zudem unter Steuererhöhungen der Regierung, die im Kampf gegen die hohen Schulden beispielsweise die Mehrwertsteuer von 20 auf 21 Prozent angehoben hat.

  • Export und Konsum

    Demnach verlieren Italiens Exporteure Weltmarktanteile, weil sie ihre Produkte vorwiegend in die anderen Euro-Länder liefern und damit nicht so stark vom Boom der Schwellenländer profitieren wie ihre deutschen Konkurrenten. Gleichzeitig leidet die Binnenwirtschaft unter schrumpfenden Bauinvestitionen. Auch der private Konsum dürfte wegen der hohen Arbeitslosigkeit und steigender Preise nur moderat zulegen.

Derweil kündigten die Arbeiter Italiens an, mit einem Generalstreik am Dienstag ihre Verärgerung über ein 45,5 Milliarden schweres Sparpaket der Regierung zum Ausdruck zu bringen. Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr wollten für acht Stunden ihre Arbeit niederlegen. Die Fluggesellschaft Alitalia teilte mit, wegen eines geplanten Streiks im Luftverkehr müsse sie die Zahl ihrer Inlandsflüge reduzieren.

Im asiatischen Handel geriet der Euro wegen der Sorgen um Italiens Schuldenpolitik unter Druck und wurde auf den tiefsten Stand seit einem Monat gehandelt.

  • 06.09.2011, 09:35 UhrAnonymer Benutzer: aktiver_Leser

    Wusste nicht, dass die Deutschen als einziges Volk auf dieser Welt (na ja vielleicht noch Israel) von Gott mit allen Tugenden versehen wurde.......Ihr seid so armselig, dass ihr den Meisten nur noch leid tun könnt. Geldfixiert, selbstherrlich und selbstgerecht. Behaltet doch bitte Euer Geld, bitte ! Dann geht man Pleite, erfindet was neues und das ganze geht von vorne los - unterschied - ihr werdet weiterhin armselig bleiben. In jedem Skandal, egal wo auf dieser Welt, sind Eure Firmen mitvertreten. Iran, Irak, Lybien, Afrika, Jugoslawien, USA überall hinterlassen Eure Firmen eine Duftmarke, die bei Bestechung beginnt und mit Waffenlieferungen (die in D niemand erklären kann) aufhört. Und da wir schon dabei sind, verbringt doch bitte nicht Euren Urlaub in diesen Ländern. Das passt doch nicht zusammen, wenn das ja alles Betrüger und Schmarotzer und Faulenzer sind. Aufbauhilfe ist das nicht. Und während ihr immer nur über Euer sauer verdientes Geld labert tun andere etwas, sie gehen auf die Straße, vergessen aber auch das Feiern nicht und das Dolce-Vita, das menschlich ist auch nicht. Und ihr? Ihr labert in Foren, die Macht des kleinen Mannes, denunziert einen Staat nach dem anderen, zieht Grenzen wo mio. gestorben sind um diese aufzuheben und beschwert euch dann über braune Keulen....ihr seid so peinlich....Eure eigenen Leute hören nicht auf euch, kein Politiker, kein Reicher, keine Industrie niemand. in Deutschland gibt es weltweit die 3.größte Dichte an Multimillionären ihr habt 2 Bil. Schulden und Eure Vermögen belaufen sich auf 5,8 Bil. ausser den Werten, die von Euren oberen 100.000 im Ausland verschwunden sind. Ihr passt nicht zum Süden aber der Norden will Euch auch nicht - schon vergessen dass die Schweden und Dänen vor gar nicht allzulanger Zeit den vermehrten Tourismus aus D für lästig empfinden? Bliebe da noch Andorra und vielleicht noch der Vatikan, solange der Papst ein dt. ist. Armselig

  • 06.09.2011, 09:03 UhrAnonymer Benutzer: Eurovertrauen

    Welches Vertrauen?

  • 06.09.2011, 08:55 UhrAnonymer Benutzer: Pendler

    Sparen ??
    was soll der Quatsch
    Die Dolce-Viata sollen nicht Sparen.

    es reich schon, wenn die endlich mal aufhören würden, nur immer Schulden zu machen. Muss ja für einen Italiener schlimm sein, dass er arbeitet, um zu essen

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