Iwanow wird Vizepremier
Putin rückt Nachfolger in Stellung

Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinen engen Vertrauten Sergej Iwanow zum ersten stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt. Die Personalie könnte eine Vorentscheidung im anstehenden Rennen um die Nachfolge des 2008 scheidenden Staatschefs sein.

HB MOSKAU. Putin teilte am Donnerstag in einer vom Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung mit, Iwanow werde in seiner neuen Funktion für Teile der zivilen Wirtschaft zuständig sein. Als Nachfolger des 54-Jährigen Wehrressortchefs berief der Präsident Anatoli Serdjukow, den bisherigen Chef der Steuerbehörde.

Iwanow gilt als möglicher Nachfolgekandidat Putins, dessen Amtszeit im kommenden Jahr ausläuft und der nicht erneut kandidieren darf. Iwanow rückt damit auf eine Stufe mit Dmitrij Medwedew, der ebenfalls als möglicher Nachfolger gilt.

Der frühere Geheimdienstler Iwanow stand seit Ende März 2001 an der Spitze des Verteidigungsministeriums. Er gilt als Vertreter einer harten Linie und hatte zuletzt am Wochenende auf der Münchner Sicherheitskonferenz vor der Aufstellung eines US-Raketenabwehrsystems in Osteuropa gewarnt und den Vertrag über die Abrüstung von Mittelstreckenwaffen aus dem Jahr 1987 in Frage gestellt.

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