IWF-Chefin Lagarde
„Grexit ist eine Möglichkeit“

Kein Spaziergang, aber auch nicht das Ende des Euro: IWF-Chefin Christine Lagarde schließt einen Grexit nicht mehr aus. Wenn die Europäer eine Staatspleite verhindern wollten, müssten sie selbst Vorkehrungen treffen.
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BerlinDer Internationale Währungsfonds (IWF) schließt ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euroraum (Grexit) nicht mehr aus. „Der Austritt Griechenlands ist eine Möglichkeit“, sagte Fonds-Chefin Christine Lagarde der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe) laut Vorabbericht. Ein Grexit wäre nach ihren Worten „kein Spaziergang“, würde aber „wohl nicht das Ende des Euro“ bedeuten. Lagarde widersprach zudem Äußerungen aus der griechischen Regierung, wonach die Verhandlungen mit den Gläubigern kurz vor dem Abschluss stehen. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir in den nächsten Tagen eine umfassende Lösung erreichen werden“, sagte sie.

Lagarde machte der Zeitung zufolge deutlich, dass sie die Verantwortung für den Verbleib Griechenlands in der Währungsunion nicht beim IWF sehe. Wenn die Europäer eine drohende Staatspleite vermeiden wollten, müssten sie selbst Vorkehrungen treffen. Wenn die Voraussetzungen erfüllt seien, könnten die Euro-Staaten und die EZB den Griechen „ein wenig Luft zum Atmen geben“. Griechenland ringt seit Monaten mit EU, EZB und dem IWF um die Reformauflagen für weitere 7,2 Milliarden Euro, mit denen eine Pleite abgewendet werden soll.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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