IWF mit Sparplänen zufrieden
Griechenland erhält weitere Finanzspritze

Der Internationale Währungsfonds (IWF) zeigt sich zufrieden mit den Sparbemühungen der griechischen Regierung und greift dem hochverschuldeten Land mit weiteren 2,5 Milliarden Euro unter die Arme.
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HB WASHINGTON. Der Internationale Währungsfonds (IWF) will weitere Finanzhilfen für Griechenland im Rahmen eines dreijährigen Stützungsprogramms freigeben. Der Vorstand genehmigte für das Land, das nach massiven Sparmaßnahmen von gewalttätigen Protesten und Streiks erschüttert worden ist, einen weiteren Sofortkredit im Umfang von 2,5 Milliarden Euro.

Der stellvertretende IWF-Direktor Murilo Portugal erklärte, das in einer schweren Schuldenkrise steckende Griechenland habe "eindruckvolle" Korrekturen an seinen öffentlichen Finanzen vorgenommen. Es sei auf dem Weg, den Vorgaben des im Mai gebilligten EU-IWF-Rettungsprogramms zu entsprechen. "Den griechischen Stellen gebührt Anerkennung für ihre entschlossene Umsetzung schwieriger und ehrgeiziger makroökonomischer Maßnahmen und Strukturreformen", sagte Portugal. Allerdings bleibe ein strikter Konsolidierungskurs weiter notwendig.

Das griechische Parlament hatte in dieser Woche eine neue Runde von Sparaktionen beschlossen, um die gesetzten Bedingungen zu erfüllen. Die vom IWF ausgezahlte Summe erreicht mit dem neuen Kredit 10,6 Milliarden Euro des insgesamt 110 Milliarden Euro schweren Rettungspakets.

Griechenland ist hoch verschuldet und hatte im Mai als erstes Land der Euro-Zone ein Rettungspaket über insgesamt 110 Milliarden Euro mit der Europäischen Union und dem IWF vereinbart, um einen Staatsbankrott zu verhindern. Im Gegenzug stimmte die Regierung einem strikten Sanierungskurs zu, der mit gravierenden Verschlechterungen für Arbeitnehmer und Hilfe-Empfänger verbunden ist.

Kommentare zu " IWF mit Sparplänen zufrieden: Griechenland erhält weitere Finanzspritze"

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  • Ein Portugiese - der Herr Murilo - prüft griechische bilanzehrlichkeit !! Das ist das Gleiche, als ob ein besoffener Polizist Alkoholkontrollen durchführte. Selten so gelacht. Unser als Junk(er)-bond verschleudertes Geld ist futsch. Anschliessend wird Herr Juncker wieder sagen:"Tja, wir hätten genauer hinsehen sollen ..." . Eine rezirkulierende Schmierenkomödie, nichts anderes als Geldverbrennung.

  • Was so ein kleiner Aufstand alles bewirken kann. ich bewundere die Griechen.
    Chaos ist die einzige Sprache, die unsere Politiker verstehen. Sie haben panische Angst vor einem Flächenbrand, dass sich des Volkes Zorn jeden Tag auf den Strassen entlädt und das vollzieht, wozu unsere weisungsgebundenen Staatsanwälte nicht in der Lage sind.

    Ein Forist kommentierte in der Süddeutschen: „Es ist wieder an der Zeit, dass die bürger die Guillotine flotte machen“. Er hat verstanden. Es kann ja wohl nicht sein, dass die banken innerhalb der letzten zwei Jahre 4.589 Milliarden Euro erhalten haben, und jeden Tag werden es mehr.
    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/EUStaaten-greifen-fuer-krisengeschuettelte-banken-tief-in-die-Taschen/story/26492176

    Und deshalb können die Staaten ihren gesetzlichen Verpflichtungen gegenüber ihren bürgern nicht mehr nachkommen, nicht nur in Griechenland. Ein H4-ler muss sich bei uns jahrelang durch alle instanzen klagen, um gesetzlich geregelte Leistungen zu erhalten. Die Griechen sind da viel schlauer als wir.

  • PAPPERLAPAPP - GRiECHENLAND iST PLEiTE !
    Tja, in der einfachen Welt von Lieschen Müller könnte der iWF ja vorher den Kredit in Renminbi (Yuan) umtauschen, das Paket vom Papst und Daleilama einsegnen lassen und dann Griechenland geben.
    Für die Aufarbeitung dieses Staatskriminalfalls veranschlage man locker 80 J a h r e.
    Was in Griechenland geschah und geschieht (es ist meiner Meinung nach noch gar nicht beendet worden) ist in bezug auf die griechische Jugend und Nachfolgegeneration das Erbärmlichste und das Schändlichste, was einer eigenen Nachfolgegeneration angetan werden kann.

    NUR - W E G i S T W E G !

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