IWF-Spitze
Brasilien womöglich für Provisorium

Der brasilianische Finanzminister schränkt den Bewerberkreis für den Chefposten beim IWF ein. Zudem bringt er ein Szenario in die Diskussion, mit dem der Auswahlprozess an Zeit gewänne.
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BrasíliaBrasilien will derzeit keinen eigenen Kandidaten für den IWF-Chefposten ins Rennen schicken, pocht aber auf mehr Zeit bei der Bewerber-Auswahl.

Möglicherweise werde Brasilien vorschlagen, den vakanten Posten nur provisorisch bis Ende 2012 neu zu besetzen, um das Mandat des zurückgetretenen IWF-Direktors Dominique Strauss-Kahn zu erfüllen, sagte Finanzminister Guido Mantega am Montag in Brasília. Dadurch hätten die IWF-Mitglieder mehr Zeit, in einem ausgereifteren Prozess die Kandidaten für eine dauerhafte Regelung kennenzulernen.

Der neue IWF-Chef solle aus dem Kreis der G20, der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, kommen und ein Wirtschaftsminister oder Zentralbankchef sein, der die Probleme der Weltwirtschaft kenne und zu deren Lösung beigetragen habe, sagte Mantega. Keinen Kommentar gab er zum Vorschlag Mexikos ab, das seinen Zentralbankchef Agustín Carstens als neuen IWF-Chef ins Gespräch gebracht hatte.

Der IWF will bis Ende Juni über die Neubesetzung des Direktor-Postens entscheiden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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