IWF-Studie: Immense Kosten durch hohe Lebenserwartungen

IWF-Studie
Immense Kosten durch hohe Lebenserwartungen

Die Industrieländer unterschätzen bisher die Kosten, die durch die immer höher werdende Lebenserwartung entsteht, teilte der IWF mit. Ein Anstieg von drei Jahren bis 2050, sorgt für 50 Prozent mehr Kosten.
  • 8

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat davor gewarnt, die mit der kontinuierlich steigenden Lebenserwartung verbundenen Kostenrisiken zu unterschätzen. Insbesondere die Industrieländer müssten mit hohen Belastungen ihrer öffentlichen Haushalte rechnen, schrieb der IWF in einer am Mittwoch in Washington erschienenen Studie zur weltweiten Finanzstabilität. Bereits in der Vergangenheit sei der stetige Anstieg der Lebenserwartung immer wieder unterschätzt worden, was auch derzeit der Fall sein könnte.

Eine Anstieg der durchschnittlichen menschlichen Lebensdauer um nur drei Jahre bis zum Jahr 2050 ziehe einen Kostenanstieg um 50 Prozent für die öffentliche Hand nach sich, warnte der IWF in der Untersuchung. Weltweit gehe es dabei um Beträge im Umfang vieler Billionen Dollar. Seinen Mitgliedsstaaten empfahl der IWF eindringlich, auf die erwartbaren Entwicklungen mit geeigneten Maßnahmen zu reagieren. Insbesondere eine Anpassung der Lebensarbeitszeit an die steigende Lebenserwartung nannte er als Möglichkeit dazu.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " IWF-Studie: Immense Kosten durch hohe Lebenserwartungen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • "Immense Kosten durch hohe Lebenserwartungen"

    Weshalb soll eine Lebenserwartung Kosten verursachen? Da scheint wohl ein falscher Kostenbegriff benutzt zu werden und das würde auf Inkompetenz schließen lassen. Lebenserwartung kann kein Kostenfaktor sein.

    Oder steckt dahinter vielleicht die Werbung für einen Waffengang, um mal wieder einen Kahlschlag in der Bevölkerung, eine Entvölkerung Europas herbeizuführen.

    Pervers!

  • Gesellschaft und Pflegende Angehörige (Teil 1)

    …Warum sollte man nicht seinen Angehörigen zuhause pflegen dürfen, wenn gerade er es verlangt, und nicht ins Heim oder nicht in eine WG möchte? Der größte Pflegedienst der Deutschen Nation, die Pflegenden Angehörigen, sollten nicht in das Hartz IV – Raster gehören, da sie mit dieser schweren Arbeit eine sehr große gesellschaftliche Rolle spielen. Die, von diesen Menschen erwirtschafteten finanziellen Entlastungen für die Gesellschaft, sind nicht zu unterschätzen. Jedem dieser Angehörigen stehen dem nach alle Rechte und Freiheiten zu, welche dabei durch die Hartz IV – Gesetze nicht gegeben sind, und die Handlungsfähigkeiten durch diese sehr stark eingrenzen. Auch eine entsprechende Anerkennung durch die Angleichung des Pflegegeldes an die Pflegesachleistung wäre anzuraten.
    Wenn die öffentliche Hand für einen Heimplatz ( Stufe III ) rund 3200 Euro zahlt, reicht hier circa die Hälfte.
    Damit käme man aus der ungerechtfertigten Armutsfalle heraus und so ließen sich Zwei Drittel der Probleme im Pflegebereich mit einem Streich lösen.
    Des Weiteren würden sich noch weiter Vorteile für die Volkswirtschaft ergeben, wie die Steigerung der Kaufkraft und einiges mehr.
    Dem zur Folge: weiter mit Teil 2...

  • Gesellschaft und Pflegende Angehörige (Teil 2)

    Ein Pflegentgeld in Höhe der Pflegesachleistung, wovon alle Sozialabgaben geleistet werden, ermöglicht ein viel humaneres Leben für alle Pflegenden Angehörigen und entlastet auch das Pflegekräftemangelproblem bedeutend.
    Norwegen,…Österreich, haben wesentlich bessere Pflegebedingungen durch höhere und besser organisierte Pflegeausgaben)
    Jeder kann eine resultierende Einsparung, von dem Oben genannten Vorschlag, selbst mit einer normalen mathematischen Rechnung nachvollziehen.
    Für eine Person (Stufe III) im Heim: = ca. 3200 € Pflegesachleistung, einschließlich einer Zuzahlung.
    Für eine Person (Stufe III) zu Haus: = ca. 1500 € Pflegegeld für Pflegende Angehörige (…mit allen sozialen Abgaben inbegriffen, statt ein viel geringeres Pflegegeld allein, welches im Sinne für den Gepflegten bestimmt ist (Eine Abgabe an Pflegende ist Kannbestimmung).
    Das wäre hierbei, pro einer gepflegten Person, eine Einsparung von ca.: 1700 €, gegenüber eines Heimplatzes.
    Dies muss man nur einmal auf die Millionen Pflegebedürftigen, welche von ihren Angehörigen gepflegt werden, umrechnen.
    Selbst, wenn man den zu erbringenden Eigenanteil, welcher diese Summe noch mindert, davon abzieht, ergibt sich immer noch eine immense Einsparung, welche nicht unerheblich ist.
    Diese eingesparte Summe, welche bislang der Wirtschaft, Monat für Monat, verloren geht, bedarf keines Kommentares mehr.
    Auf alle Fälle wär, wie gesagt, ein humaneres Leben mit mehr Anerkennung für die Leistungen der Pflegenden Angehörigen, welche bislang mit Hartz-IV, Sozialgeld und Weniger leben müssen, möglich.

    Kommentar: Roland Brußmann (Mitglied d. Pflegeinitiative Deutschland e.V. / Pfleg. Angehöriger)

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%