IWF warnt vor Euro-Krise
Achtung Brandgefahr!

Der Internationale Währungsfonds verlangt von der EU und der EZB noch mehr mutige Entscheidungen, um die Euro-Krise grundsätzlich zu lösen. Ansonsten stehe die Finanzstabilität auf dem Spiel - weit über Europa hinaus.
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LondonIn einem dramatischen Appell fordert der Internationale Währungsfonds (IWF) die Regierungen der Euro-Zone auf, die Krise der Gemeinschaftswährung endlich grundsätzlich zu lösen. “Die Zeit läuft davon”, warnte IWF-Finanzmarkt-Experte José Vinals am Montag morgen in Washington bei der Vorstellung des aktualisierten Reports zur weltweiten Finanzmarktstabilität. “Jetzt ist der Moment für starke politische Führung, jetzt ist die Zeit zum Handeln”, flehte Vinals.

Ohne mutige Entscheidungen in Europa stehe die Finanzstabilität in den Industrie- wie auch den Entwicklungsländern auf dem Spiel, betont der Ökonom. “Die Risiken für die Finanzstabilität haben es in sich “, warnte Vinals. Die wachsenden Turbulenzen auf den Finanzmärkten und die immer größeren Refinanzierungsprobleme von Banken und Staaten seien nicht das einzige Problem. Hinzu komme, dass sich der Konjunktur-Ausblick verschlechtere. Die EZB habe mit ihren Aktionen Zeit gekauft – jetzt komme es darauf an, dass die Politik diese Zeit auch nutze.

Vor rund einer Woche hatte bereits der Sachverständigenrat in einem Sondergutachten in deutlichen Worten vor einer weiteren Eskalation der Euro-Krise gewarnt. Die Wirtschaftsweisen halten ein unkontrolliertes Auseinanderbrechen der Euro-Zone für eine realistische Gefahr. Schon der Austritt eines einzelnen Landes könne genügen, um eine Kettenreaktion in Gang zu bringen.”

Die Entscheidungen des EU-Gipfels Ende Juni in Brüssel gehen laut IWF in die richtige Richtung, reichen aber alleine nicht aus. “Um die sich selbst verstärkende Abwärtsspirale aus schwachen Banken und schwachen Regierungen ein für alle Mal zu brechen, sind weitere Anstrengungen nötig”, betonte Vinals. So führe an einer staatlichen Rekapitalisierung und einer Restrukturierung der grundsätzlich lebensfähigen Banken in der Peripherie kein Weg vorbei – ebenso wenig wie an einer richtig terminierten Sparpolitik der Regierungen und an einschneidenden Strukturreformen.

Die Einschätzung des IWF steht in krassem Gegensatz zur Meinung von 172 deutschen Ökonomen, die Anfang Juli in einem offenen Brief die Brüsseler Entscheidungen als falsch bezeichnet hatten. Der Einstieg in die Bankenunion werde die Krise nicht lösen, sondern zu „Streit und Zwietracht mit den Nachbarn“ führen.

Der IWF dagegen hält eine Bankenunion für einen zentralen Schritt zur Lösung der Euro-Krise. „Die in Brüssel beschlossenen Maßnahmen sind ein signifikanter Schritt, um die unmittelbaren Probleme anzugehen“, so Vinal. Das geplante Rahmenwerk für eine einheitliche Bankenaufsicht sei aber nur der erste Baustein für eine künftige Bankenunion. Nötig sei zudem ein europaweiter Einlagensicherungsfonds und ein Mechanismus zur Abwicklung von Problembanken.

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EZB soll entschlossener Handeln

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  • Es ist mir rätselhaft, warum kein HB-Redakteuer endlich mal den OTC Derivatives Markets der Shadowbanks recherchieren...
    Schlimm genug, daß die Deregulierung durch Eichel/Steinbrück/Asmussen unter Rot/Grün kaum erläutert wird, die uns den ganzen Mist eingebrockt hat...
    aber die Quantenphysik der CDS sollte mal thematisiert werden: da werden manche entweder staunen oder vezweifeln ;)
    Literaturhinweis:
    http://www.amazon.com/The-New-Robber-Barons-ebook/dp/B007AL01HY/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1342490088&sr=8-1&keywords=The+New+Robber+Barons

    Das Spiel ist aus: Game over!

  • Mutige Entscheidungen werden gefordert. Gut. Mein Vorschlag: Endlich akzeptieren, dass der Klepper namens Euro tot ist. Und nicht weiter geritten werden kann.

    Also Griechenland und Spanien pleite gehen lassen. Die werden dann plötzlich doch Mittel und Wege finden, ihren Elite das Geld zu beschlagnahmen. Und wenn das noch immer nicht reicht werden sie sich vom Euro verabschieden, eine eigene Währung einführen und diese abwerten.

    Dann kollabiert der Euro auch in allen anderen Staaten. Viele Billionen Buchgeld werden sich in Luft auflösen. Eine Zeit lang wird absolutes Chaos herrschen. Aber man wird sich berappeln und sich auf reale Geschäfte besinnen.

  • Der IWF investiert vornehmlich im europäischen Raum. Seit 2008 wurden fast 200 Milliarden gepumpt, aber nicht in erster Linie zu helfen sondern um Macht zu zentrieren durch sogenannte strukturanpassungsprogramme die mehrheitlich eine unzumutbare Bevormundung darstellt. Wer zählt diktiert, wie im kleinen so im großen. Denken denn die Handelsblattleser wirklich, das unsere Politiker so doof sind? Die lesen es auch und sagen, die haben recht! Aber die finanziellen Daumschrauben sind nun mal härter. Europa liegt schon lange am Tropf des IWF. Die Politiker haben, wie meine Oma immer sagte" die Seele dem Teufel" verkauft. 1944 wurde der IWF gegründet um vornehmlich Europa insbesondere Deutschland zu kontrollieren. Euch allen eine Güte Nacht.

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