IWF-Weltwirtschaftsausblick
Die große Bremse

Der Internationale Währungsfonds erwartet 2015 weniger Wachstum der Weltwirtschaft als in diesem Jahr. Besonders eine Entwicklung bremst die Konjunktur rund um den Globus aus – mit unabsehbaren Folgen.
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Lima, BerlinIm Sog der Konjunkturabkühlung in China verliert die Weltwirtschaft nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) an Fahrt. Der Fonds rechnet nur noch mit 3,1 Prozent Wachstum für 2015, wie aus der am Dienstag in Lima vorgelegten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) hervorgeht.

Noch im Juli hatte er 3,3 Prozent veranschlagt. 2014 wuchs die globale Wirtschaft noch um 3,4 Prozent. Deutschland und die Euro-Zone sollen dieses und nächstes Jahr im Gleichschritt um 1,5 beziehungsweise 1,6 Prozent zulegen. Während das Wachstum in den USA laut IWF 2015 stärker anzieht als angenommen, schaltet China einen Gang herunter: „Das hehre Ziel eines kräftigen und gleichlaufenden globalen Wachstums bleibt schwer erreichbar", sagte der neue IWF-Chefvolkswirt Maurice Obstfeld. Erst 2016 werde die Weltwirtschaft mit plus 3,6 Prozent wieder anspringen.

China – lange Zeit Motor des globalen Wachstums – wird demnach die von der Führung in Peking angestrebte Zuwachsrate für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von sieben Prozent für dieses Jahr knapp verpassen. 2016 dürfte sich das Wachstum laut IWF sogar auf 6,3 Prozent abkühlen.

Die internationalen Schockwellen der konjunkturellen Abschwächung in der nach den USA bedeutendsten Volkswirtschaft der Welt seien weit größer als bislang angenommen, räumte Obstfeld ein. Dies zeige sich etwa in sinkenden Preisen von Metallen und anderen Rohstoffen sowie abnehmenden Einfuhren nach China.

Mittelfristig könne Chinas Abschwung noch größere Risiken für Schwellenländer heraufbeschwören: Dann drohten im schlimmsten Fall bei „einer harten Landung“ auch andere Schwellenländer konjunkturell stärker mit nach unten gezogen zu werden. Die deutsche Industrie bekommt das schwächere Wachstum in China bereits zu spüren und musste im August den zweiten Monat in Folge sinkende Aufträge hinnehmen.

Auf die USA blicken die IWF-Experten hingegen mit zunehmendem Optimismus: Sie erhöhten ihre Vorhersage für 2015 leicht auf 2,6 Prozent. Nächstes Jahr soll sogar ein Plus von 2,8 Prozent herausspringen. Dank dieser Aussichten stehe eine Normalisierung der US-Geldpolitik bevor: Die Schwellenländer müssten sich auf die näher rückende Zinserhöhung einstellen. „Sie bleiben kurzfristig verwundbar“, warnte der IWF-Chefvolkswirt. Denn weiter sinkende Rohstoffpreise und eine kräftige Aufwertung des Dollar könnten die Firmenbilanzen noch stärker belasten als bisher.

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  • Die offiziellen Zahlen von wirtschaftlichen Wachstum Chinas werden vielfach bezweifelt. Sollten diese Zweifel berechtigt sein, und einiges weist darauf hin, so sind auch die IWF-Zahlen nicht überzeugend. Es stellt sich überhaupt die Frage, im welchen Land von Weltbedeutung die Wirtschaft noch tatsächlich wächst.

    Mir scheint vielmehr, dass die Weltmächtigen mit ihren Globalisierugsmanie gleich vielfach gescheitert sind, und in Wirklichkeit ihr Wirken sich nur noch darauf beschränkt die Weltkonjunktur nicht völlig absaufen zu lassen.

    Möglicherweise ist ihnen aber schon die Kontrolle über das Weltschicksal entglitten, was dann allerdings nichts anderes heißen würde als:
    - Rette sich wer sich irgendwie noch retten kann.
    - Nach uns die Sintflut.
    - Juckt uns Erleuchteten/Auserwählen überhaupt nicht, da in der lang ersehnten neuen Welt, die - wenn die alte völlig zerstört ist - gewiss kommen wird, für uns honorige Plätze bereits gesichert sind.

  • der iwf wie auch die biz sind ein machtmittel der amerikaner zur durchsetzung ihrer hegemonialansprüche oder zur untwerfung ganzer volkswirtschaften ohne jeglich demokratische legitimation. die kriminellen aktionen amerikanischer großbanken (investmentbanken) bilden die grundlage für betrug in ganz großem stil. allerdings ohne jedwede konsequenz für die täter. die zeche zahlt der steuerzahaler und die betrogenen menschen im jeweiligen land. schön nachzulesen u.a. in "the economic hit man" von j. perkins. deutschland wird gefügig gemacht in dem man dem steuerzahler die schulden anderer länder aufbürdet. der ganze euroschwindel war ein grandioses täuschungsmanöver. eichel, waigel u.a. sei dank.

  • Als Trader liegt es in der Natur der Sache, dass ich mir News generell sehr kritisch ansehe. News sind normalerweise alle gekauft und dienen der Beeinflussung des Marktes und der Marktteilnehmer. Ich nutze das HB nicht als Info-Quelle für den Markt oder dafür, was politisch passiert.

    Aber lustig ist es immer wieder, hier etwas zu stöbern.

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