Jackie Chan als Politiker: Ein Superfighter für Chinas Kommunisten

Jackie Chan als Politiker
Ein Superfighter für Chinas Kommunisten

In China ist der Nationale Volkskongress angelaufen und ein Mann stiehlt dem neuen Präsident Xi die Show. Filmstar Jackie Chan versucht sich als Politiker – und macht sich so zum Hampelmann eines autoritären Staates.
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PekingJackie Chan, 58, hat viele Talente. Er hat sich als in jungen Jahren als Stuntman durchgeschlagen. Später hat er seinen Waschbrettbauch in zahllosen Kung-Fu-Filmen gezeigt – garniert mit zahllosen derbkomischen Einlagen. Als „Der Superfighter“, in der Rush-Hour-Reihe oder der Westernkomödie Shang-High Noon. In reiferen Jahren hat er auch Regie geführt, eine Produktionsfirma gegründet, als Sänger Platten aufgenommen und Drehbücher geschrieben. Jetzt versucht er sich als Politiker – und erntet dabei zum ersten Mal in seine Karriere harsche Kritik.

Chan tut sich derzeit als Abgeordneter in der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes hervor. Dabei handelt es sich um eine der beiden Kammern des chinesischen Scheinparlaments, das derzeit tagt. Die Machthaber in Peking haben ihn in das Gremium berufen, weil ihnen die Einstellung des gebürtigen Hongkongers gut passt: Er hat sich als glühender chinesischer Patriot erwiesen und hält Meinungsfreiheit offenbar für sekundär.

Als Demonstranten bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 auf Menschenrechtsverletzungen und die Unterdrückung Tibets hinwiesen, hat er sie als Spaßverderber abgetan. „Wir Chinesen brauchen eine harte Hand“, hat er vor vier Jahren auf einer öffentlichen Veranstaltung gesagt. „Zu viel Freiheit“ sei nicht gut für seine Landsleute. Öffentliche Proteste gehören verboten, hat er erst in diesem Winter nachgelegt.

Kein Wunder, dass Chan in seiner Heimatstadt Hongkong herbe Kritik erntet. Die Hafenstadt gehört zwar zum chinesischen Staatsgebiet, genießt wegen einer Sonderregelung aber Gedankenfreiheit. Die Befürchtung lautet nun: Leute wie Chan, die sich den Kommunisten anbiedern, gefährden diesen Sonderstatus.

„Wenn Peking ihn ernennt, dann zeigt das, auf was für Meinungen sie hören wollen“, sagte die Hongkonger Abgeordnete Emily Lau. Auf Facebook gibt es bereits mehrere Anti-Chan-Gruppen. „Er beweist der Welt, dass er nicht nur auf der Leinwand den Clown geben kann – er macht sich auch zum Narren eines autokratischen Regimes“, schreibt dort ein Nutzer.

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„Das sind doch ohnehin alles Schauspieler!“

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  • Die Auslandspolitik deutscher Medien ist fadenscheinig und peinlich. Deutschland bietet weniger Freiheit als China, wo Schwule und Lesben einen komplett normalen Altag leben und adoptieren können, wo völlig offen und locker gegen korrupte oder unfähige Beamte demonstriert wird (z.B. am 14 Januar in Jincheng, Shangxi), und wo via Internet gegen Lügner und Betrüger aus Politik und Wirtschaft offen gewarnt wird. In China funktioniert das Internet besser als die Medien in Deutschland, hier wird online aufgedeckt wenn Firmen betrügen und wenn Beamte versagen - in Deutschland werden die Medien dieser wichtigen Rolle kaum noch gerecht. Aber selbst das ansonsten so lobenswerte Handelsblatt kläfft im Anti-China-Chor der deutchen "Demokratur". Ich bin Münchner und seit 2 Jahren in Peking, und trotz aller Probleme - die hier völlig offen besprochen werden - ziehe ich China derzeit Deutschland ganz klar vor, denn Einzelunternehmer und Mittelstand werden in China gefördert und gedeihen prächtig, und so auch Lebensqualität und persönliche Freiheit.

  • (...) Stimmungmache gegen China und gegen ein überlegenes kommunistisches Gesellschafts- und Wirtschaftssystem. Anerkannte und beliebte Schauspieler wie Jackie Chan werden da plötzlich zu Hampelmännern. Und kriminelle "Künstler" wie Ai Weiwei mutieren zu Helden und sind die Lieblinge westlicher Regimes. Eine perverse Sicht, aber Propaganda ist nun mal meist pervers.
    Schade, dass es in Deutschland keine freie und objektive Berichterstattung gibt. Alles wird gefiltert und gegen China ( oder auch andere Länder wie Russland etc. ) "gedreht".
    Warum ? Angst vor anderen, überlegenen Gesellschaftssystemen.
    Und Gier. Die Gier, dass wir die besten sein müssen. Ob wir es tätsächlich sind oder nicht, egal !

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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