Von Bernanke wird das Unmögliche erwartet

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Der Instrumentenkasten leert sich

Goldman-Sachs Ökonom Zach Pandl erwartet, dass Bernanke erklären wird, welche Instrumente ihm in den nächsten Monaten grundsätzlich noch zur Verfügung stehen, statt sich am Freitag schon auf eine Option festzulegen. Zudem werde er seine Entscheidungen aus der Vergangenheit verteidigen und begründen, warum die Fed ihren Ausblick auf das US-Wachstum gesenkt hat.

QE 3, warnen Experten, ist ein riskanter Schritt. Er würde zwar die Märkte beruhigen, doch der Effekt könnte nur kurzfristig sein. "Wir sind an einem Punkt, an dem uns die Fed nicht mehr wirklich weiterhelfen kann", sagte Dough Dachille von der Vermögensverwaltung First Principal Capital Management.

Auch Mohamed El-Erian, Chef der Allianz-Tochter Pimco, betonte, dass nun die Regierung in Washington am Zug sei, um Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaft anzukurbeln. Präsident Barack Obama hatte in den vergangenen Wochen über ein neues Konjunkturpaket gesprochen. Konkrete Schritte sind jedoch noch nicht bekannt.

Gegen eine weitere Runde quantitativer Lockerung spricht auch der Inflationsdruck, der dadurch weiter steigen würde. James Bullard, Chef der regionalen Notenbank aus St. Louis, versicherte gestern in einem Interview mit der japanischen Zeitung Nikkei, dass die Notenbank reagieren werde, wenn sich entweder die Marktbedingungen deutlich verschlechtern sollten oder wenn sich eine stärkere Tendenz zur Deflation abzeichnet. "Es ist schwer", bemerkt Deutsche-Bank-Ökonom Joseph LaVorgna, "im Moment Argumente für Letzteres zu finden."

  • 26.08.2011, 01:26 UhrAnonymer Benutzer: Euyonimus

    Die Republikaner haben verhindert, daß die Reichen in USA stärker zur Kasse gebeten werden und Reiche bis Superreiche gibt es dort en masse. So konnte heute auch Buffet mit 5 MRD in die Bank of Amerka einsteigen, er hatte Geld herumliegen und hat dort schnell mal investiert, zu lukrativen Bedingungen übrigens.

    In allen Staaten tut sich die Schere zwischen großem Reichtum und großer Armut immer mehr auf. Die Proteste jüngst in Israel opponierten im Wesentlichen gegen den Raubtierkapitalismus. DAS IST NEU! Vielleicht kann das Schule machen.
    Selbst Italien hat nun eine Sondersteuer für Reiche im Plan und in Frankreich haben sich die Reichen gemeldet, freiwillig eine solche Steuer zu zahlen. Besser so, als auf eine Währungsreform zusteuern.

    Das Großkapital, das immer größer wird, auch durch ihre Einflüsse in der Politik, hat uns in die Misere geführt. Nun sollte es auch masiv an der Rückführung beteiligt werden. Sonst brennt die ganze Welt.

    Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini warnte heute, die hohen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe deuteten möglicherweise auf einen starken Stellenabbau im großen
    Arbeitsmarkt-Bericht für August am kommenden Freitag hin. "Das würde die Rezessionsgefahr erhöhen", so ein Händler.

    Roubini: Gold ist die neue Sub-Prime-Spekulationsblase, nur dass sie statt 5-10 mit einem Faktor von 25-40 gehebelt ist.

    Übrigens: Moody's senkt das Kreditrating für die Landesbank Baden Württemberg von "C-" auf "D+".
    Ist das nicht das Rating von Griehenland? Wer rettet die denn nun?

    Gute Nacht

  • 26.08.2011, 01:22 UhrAnonymer Benutzer: Euyonimus

    USA muß endlich lernen, mehr zu produzieren, was die Welt braucht. Weil das eben so nicht ist, ist auch seit Jahren das Handelsbilanzdefizit stetig gestiegen.
    Was wurde gemacht, um immer noch mehr Profit zu schaffen, es wurden die Leute auf die Straße entlassen, ganze Industriezweige sind dabei erloschen und der Börsenkurs der jeweiligen Firma stieg, wenn Personal eingespart wurde. Statt dessen wurden Billigprodukte aus anderen Länder eingeführt und Arbeitsplätze ausgesourced. So ruiniert man die eigene Wirtschaft.
    Ähnliches ist in England abgelaufen nach Thatcher, in USA nach Regan.
    Die Steuern für Reiche wurden ständig gesenkt, der Finanzmarkt angekurbelt und alles eingesetzt, was Mathematiker sich nur ausdenken konnten an Derivate-Produkten. Das führte in die Blase, die zuletzt in der Finanzkrise endete. die Welt erschütterte.

    Jetzt stehen wir vor der Verschuldungskrise und niemand weiß so recht, wie man dabei möglichst schonend herauskommen kann. Gewiss nicht, mit noch mehr Schuldenmacherei. Die USA hat ja den Vorteil, daß sie ihr eigenes Geld per Drucker vermehren können, das geht aber auch nicht mehr.
    Durch Sparen wird es einen Wirtschaftsabschwung geben. Aber vielleicht muß man den hinnehmen für eine gewisse Zeit, das hat es immer wieder gegeben, dabei aber nicht noch mehr Leute auf die Strasse schicken, sondern sich auf Qualität, nicht Quantität besinnen. Die Zeiten des lockeren Geldes seit Greenspan haben nur immer mehr Unheil gebracht.
    Man denke an die große Krise, die Japan durchgemacht hat, über 10 Jahre haben sie damit herumgekrebst.Aber sie sind wie wir Exportweltmeister geworden, allerdings hat Japan eine Verschuldung von 200% des BIPs.

  • 25.08.2011, 18:57 UhrAnonymer Benutzer: Stefan-L-Eichner

    Rick Perry, Republikaner und Gouverneur hat vor kurzem in einer in der US-Presse viel beachteten und heiß diskutierten Rede Bernanke eindringlich gewarnt, noch mehr Dollars zu drucken und QE3 indirekt als Hochverrat bezeichnet.

    Und China legt den USA in diesem Punkt sowieso die Daumenschrauben an und da sind sie auch gewiss nicht mehr alleine.

    Ich halte es vor diesem Hintergrund für nahezu ausgeschlossen, dass die Fed QE3 bringen kann. Davon abgesehen würde es den USA nicht helfen. Das bringt die US-Wirtschaft nicht in Schwung, sondern nur das Casino.

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