Diskussion: Kommentare zu: Von Bernanke wird das Unmögliche erwartet

Oliver Stock, Chefredakteur Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.

Ihr
Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online

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  • 25.08.2011, 16:53 Uhrk.h.a.

    El-Erian hat recht: die Politik ist dran. Das sagte allerdings bereits vor Kurzem auch Bernanke schon.

    Monetäre Maßnahmen wirken auch kaum, wenn die Wirtschaft auf dem Weg in eine Stagnation nebst Inflation ist - Stagflation wie auch in D. nach den keynes`schen (und vergeblichen) Bemühungen einst.

    Außerdem wird sich die Regierung weigern, weitere Geldaufnahme über ihren Account für die Fed zur Verfügung zu stellen. Sie benötigt angesichts der oppositionellen Kontrolle jeden Cent für ihre Sozialprogramme.

    Daher: von Bernanke nur warme Luft im kühlen Bergtal von Jackson-Hole, nichts mit QE-Fortsetzung.

  • 25.08.2011, 17:22 UhrAnonymer Benutzer: donolli

    Ja, ja! Wie Drogensüchtige die nach mehr Stoff rufen, und Bernake ist der Dealer!Doch diesmal steht die Polizei (Tea-Party) um die Ecke und schaut! Keine Chance!

  • 25.08.2011, 17:55 UhrErnst

    Die Probleme der Realwirtschaft kann man nicht mit viel Geld und billigen Krediten beseitigen.

    Produktionen ohne Arbeitnehmer mit Lohneinkommen finden eben nur noch dort Absatz, wo Konsumenten über Kapitaleinkommen verfügen können.

  • 25.08.2011, 18:57 UhrAnonymer Benutzer: Stefan-L-Eichner

    Rick Perry, Republikaner und Gouverneur hat vor kurzem in einer in der US-Presse viel beachteten und heiß diskutierten Rede Bernanke eindringlich gewarnt, noch mehr Dollars zu drucken und QE3 indirekt als Hochverrat bezeichnet.

    Und China legt den USA in diesem Punkt sowieso die Daumenschrauben an und da sind sie auch gewiss nicht mehr alleine.

    Ich halte es vor diesem Hintergrund für nahezu ausgeschlossen, dass die Fed QE3 bringen kann. Davon abgesehen würde es den USA nicht helfen. Das bringt die US-Wirtschaft nicht in Schwung, sondern nur das Casino.

  • 26.08.2011, 01:22 UhrAnonymer Benutzer: Euyonimus

    USA muß endlich lernen, mehr zu produzieren, was die Welt braucht. Weil das eben so nicht ist, ist auch seit Jahren das Handelsbilanzdefizit stetig gestiegen.
    Was wurde gemacht, um immer noch mehr Profit zu schaffen, es wurden die Leute auf die Straße entlassen, ganze Industriezweige sind dabei erloschen und der Börsenkurs der jeweiligen Firma stieg, wenn Personal eingespart wurde. Statt dessen wurden Billigprodukte aus anderen Länder eingeführt und Arbeitsplätze ausgesourced. So ruiniert man die eigene Wirtschaft.
    Ähnliches ist in England abgelaufen nach Thatcher, in USA nach Regan.
    Die Steuern für Reiche wurden ständig gesenkt, der Finanzmarkt angekurbelt und alles eingesetzt, was Mathematiker sich nur ausdenken konnten an Derivate-Produkten. Das führte in die Blase, die zuletzt in der Finanzkrise endete. die Welt erschütterte.

    Jetzt stehen wir vor der Verschuldungskrise und niemand weiß so recht, wie man dabei möglichst schonend herauskommen kann. Gewiss nicht, mit noch mehr Schuldenmacherei. Die USA hat ja den Vorteil, daß sie ihr eigenes Geld per Drucker vermehren können, das geht aber auch nicht mehr.
    Durch Sparen wird es einen Wirtschaftsabschwung geben. Aber vielleicht muß man den hinnehmen für eine gewisse Zeit, das hat es immer wieder gegeben, dabei aber nicht noch mehr Leute auf die Strasse schicken, sondern sich auf Qualität, nicht Quantität besinnen. Die Zeiten des lockeren Geldes seit Greenspan haben nur immer mehr Unheil gebracht.
    Man denke an die große Krise, die Japan durchgemacht hat, über 10 Jahre haben sie damit herumgekrebst.Aber sie sind wie wir Exportweltmeister geworden, allerdings hat Japan eine Verschuldung von 200% des BIPs.

  • 26.08.2011, 01:26 UhrAnonymer Benutzer: Euyonimus

    Die Republikaner haben verhindert, daß die Reichen in USA stärker zur Kasse gebeten werden und Reiche bis Superreiche gibt es dort en masse. So konnte heute auch Buffet mit 5 MRD in die Bank of Amerka einsteigen, er hatte Geld herumliegen und hat dort schnell mal investiert, zu lukrativen Bedingungen übrigens.

    In allen Staaten tut sich die Schere zwischen großem Reichtum und großer Armut immer mehr auf. Die Proteste jüngst in Israel opponierten im Wesentlichen gegen den Raubtierkapitalismus. DAS IST NEU! Vielleicht kann das Schule machen.
    Selbst Italien hat nun eine Sondersteuer für Reiche im Plan und in Frankreich haben sich die Reichen gemeldet, freiwillig eine solche Steuer zu zahlen. Besser so, als auf eine Währungsreform zusteuern.

    Das Großkapital, das immer größer wird, auch durch ihre Einflüsse in der Politik, hat uns in die Misere geführt. Nun sollte es auch masiv an der Rückführung beteiligt werden. Sonst brennt die ganze Welt.

    Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini warnte heute, die hohen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe deuteten möglicherweise auf einen starken Stellenabbau im großen
    Arbeitsmarkt-Bericht für August am kommenden Freitag hin. "Das würde die Rezessionsgefahr erhöhen", so ein Händler.

    Roubini: Gold ist die neue Sub-Prime-Spekulationsblase, nur dass sie statt 5-10 mit einem Faktor von 25-40 gehebelt ist.

    Übrigens: Moody's senkt das Kreditrating für die Landesbank Baden Württemberg von "C-" auf "D+".
    Ist das nicht das Rating von Griehenland? Wer rettet die denn nun?

    Gute Nacht

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