Jagd auf Hedge-Fonds
Liechtenstein bläst zum Angriff auf die Schweiz

Liechtenstein will dem Finanzplatz Schweiz das Wasser abgraben. Das Fürstentum will massiv Investoren und Fondsmanager aus der Schweiz anlocken - und mit ihnen mehrere Hundert Milliarden Euro.
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Düsseldorf/Zürich/FrankfurtGeneralstabsmäßig hat das Fürstentum Liechtenstein gesetzliche Änderungen vorbereitet, um Fondsmanager und Milliarden Euro Anlegergelder institutioneller Investoren anzulocken. Ziel der Attacke ist das Nachbarland Schweiz.

„Ich glaube, bis die Schweizer Politiker so weit sind, ist die Sache gegessen“, hofft ein einflussreicher liechtensteinischer Bankmanager. Noch nie habe er erlebt, dass sein Land derart schnell und derart zielstrebig Gesetze vorantreibt, die der oft verhassten Regelungswut der Europäischen Union folgen.

In der Vergangenheit lockte das Fürstentum Anleger mit seinem Ruf als Steueroase und als Bollwerk des Bankgeheimnisses. Bemühungen der europäischen Politik, den Finanzmarkt besser zu regeln, beobachtete man argwöhnisch, teilweise widerspenstig. Diese Haltung, so heißt es in internen Papieren, hat dem Fürstentum geschadet. Deshalb versucht es jetzt eine Vorwärtsstrategie und will Fondsmanager anlocken.

„Das Window of Opportunity ist schmal und wird sich schnell wieder schließen“, heißt es in einer vertraulichen Studie, die dem Handelsblatt vorliegt. Sie wurde erstellt von der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC). Die Auftraggeber: die Regierung des Fürstentums Liechtenstein und der Liechtensteinische Bankenverband. Das Bestreben: das Anlocken von Fondsmanagern und vor allem der von ihnen verwalteten Vermögen über mehrere Hundert Milliarden Euro aus der Schweiz nach Liechtenstein.

Die Beamten und Banker des Fürstentums wittern eine einmalige Chance. Am 21. Juli 2011 trat eine neue Richtlinie (2011/61/EU) des Europäischen Parlaments über die Verwalter alternativer Investmentfonds in Kraft. Ziel ist ein besserer Anlegerschutz. Betroffen von der neuen Regelung sind die Verwaltung und der Vertrieb von Hedge-Fonds, Private-Equity-Fonds, Immobilienfonds, Rohstofffonds und anderer. Ab 2013 dürfen Fondsmanager in der EU nur noch mit dieser neuen Zulassung tätig sein.

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  • Der Bundesrat soll nur so weiter machen!! Die Lichtensteiner Politiker und Banker sind anscheinend doch etwas schlauer als UNSERE! Ich hoffe dass sie damit Erfolg haben und für uns heisst das zurück zum Kartoffelanbau!!! Schweizer Finanzplatz adeeeee Bundesrat!!!
    Michel

  • Zum Verständnis des Falls und zur richigen Einordnung sollte man folgendes noch wissen:

    "Beckhoff war auch mit von der Partie, als Ende der 1990er Jahre die Wuppertaler Fahnder Kundendaten der Liechtensteiner Bank LGT im Wert von vier Millionen Euro kauften. " ... "Damals hatten die Wuppertaler Fahnder mit Michael Lauber, dem Geschäftsführer des Liechtensteiner Bankverbands, einen Kontrahenten, der entschieden handelte, um den Kleinstaat zu schützen. Dieser Lauber ist kurioserweise seit dem 1. Januar 2012 der Schweizer Bundesanwalt. Aus dem Gejagten wurde der Jäger: Lauber erließ den Haftbefehl gegen Beckhoff und zwei weitere deutsche Steuerfahnder, wie die Basler Zeitung berichtet."

    " Im Zuge seiner Ermittlungen arbeitete er sowohl mit dem Bundesnachrichtendienst"... "zusammen". "Den drei deutschen Steuerfahndern werfen die Schweizer Ermittler vor, dass sie geschützte Daten ausgespäht hätten. Dies gilt als strafbar. Ein Steuerfahnder dürfe Informanten nicht zum Rechtsbruch verleiten. Der Daten-Lieferant kann indes nicht mehr aussagen, er brachte sich in der Untersuchungshaft um."

    In bestimmten Fällen verlautbart man: Es bestand kein weiteres Aufklärungsinteresse an dem Fall. Fachleute wissen die Deutung dieser Formulierung.

    Es ist ein Kampf unter Profis, der hier ausgetragen wird. die rechtsstaatlichen Mittel sind auf Laubers Seite.

    Beckhoff ist kaltgestellt, braucht eine neue Identität. Es ist davon auszugehen, dass sich dennoch Beckhoff nicht verstecken kann. Face book wird ihn überall wie einen Verbrecher überführen, immer wieder liefern. Der psychische Druck auf ihm und seiner Familie wird wahnsinnig werden.

  • Lichtenstein bläst zum Angriff auf die Schweiz

    Seit Tagen lesen wir von dem geplanten Abkommen zwischen Deutschland und der Schweiz (aber nicht mit Lichtenstein!), dass deutschen Kapitalanlegern in der Schweiz eine Zusatzsteuer in Höhe von 41 % im nächsten Jahr bescheren soll.

    Es liegt doch auf der Hand, dass es hier um deutsche Einlagen in der Schweiz und nicht in Lichtenstein geht. Die Überschrift über diesem zeigt doch jedem deutschen Steuerpflichtigen den Weg auf, den er vor und nach dem 01.01.2013 zu gehen hat. So blöd konnten doch nur Steinbrück und Schäuble verhandeln. Oder so klever, wenn man es aus der anderen Richtung betrachten will.

    Der Weg ist doch klar. "Einmal hin und einmal her. Wie bei den kleinen Kindern." Und alles ist sauber. Dafür fehlen die Verantwortlichen deutschen Politiker wegen Beihilfe bei Wasser und Brot eingesperrt. Wegen Dummheit!!! Und dafür hat sich Peter Beckhoff hergegeben?

    Das große Problem ist Peter Beckhoff. Peter Beckhoff ist laut WZ Leiter des Finanzamtes Wuppertal-Barmen (http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/jagd-auf-die-lichtgestalt-der-steuerfahnder-1.956618) und wird von den Schweizern per Haftbefehl gesucht. "Beckhoff, er wohnt in Bochum,"..."wie ein Ex-Kollege in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schwärmt."

    Hat die Bundesregierung den treuen Diener Beckhoff etwa schon frei gegeben? Präzieser kann man einen Steckbrief kaum noch erwarten.

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