Japan bleibt unnachgiebig
Japaner im Irak enthauptet

Ein im Irak entführter Japaner ist von Extremisten enthauptet worden. Das bestätigte ein Sprecher der japanischen Regierung.

HB BERLIN. Die japanische Regierung hat am Sonntag bestätigt, dass der 24-jährige im Irak verschleppte Japaner tot ist. Bei der in Bagdad gefundenen enthaupteten Leiche handle es sich um um den 24-jährigen Shosei Koda, hieß es am Sonntag in Tokio. Der Körper und abgetrennte Kopf des jungen Japaners war am Samstag im Stadtzentrum der irakischen Hauptstadt entdeckt worden. Nach Angaben irakischer Regierungsvertreter war die Leiche des 24-Jährigen in eine US-Fahne gewickelt. Hände und Füße seien zusammengebunden gewesen, und der Körper habe zwei Schusswunden aufgewiesen. Der junge Shosei Koda soll angeblich auf eigene Faust als Tourist nach Bagdad gereist sein.

Die am Donnerstag im Irak entführte Polin hat unterdessen in einer Videoaufzeichnung um den Abzug der polnischen Truppen aus dem Irak gefleht. In der Botschaft, die der Nachrichtensender Al Dschasira am Samstagabend verbreitete, bat sie die polnische Regierung, auf die Forderung der Entführer einzugehen.

Die Polin ist mit einem Iraker verheiratet ist und lebt seit mehr als 25 Jahren im Irak. Die Entführer wollen den Abzug der rund 2500 polnischen Soldaten aus dem Irak erzwingen. Ministerpräsident Marek Belka hatte bereits angekündigt, dieser Forderung nicht nachgeben zu wollen.

Auch die Entführer von Koda hatten den Rückzug der japanischen Soldaten aus dem Irak gefordert. Die Terrorgruppe des jordanischen Extremisten Abu Musab al-Zarqawi hatte gedroht, ihre vergangene Woche verschleppte Geisel zu enthaupten, sollte Japan seine Truppen nicht innerhalb von 48 Stunden abziehen. Dies hatte die Regierung in Tokio abgelehnt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%