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Japan: Die Angst vor verseuchtem Fleisch geht um

Die Produkte, die Japaner nach der Fukushima-Katastrophe sorglos konsumieren können, wird immer kleiner: Jetzt taucht in Supermärkten und Restaurants verseuchtes Rindfleisch auf.

Rindfleischverkauf auf einem Markt in Tokio (Archivfoto). Quelle: ap
Rindfleischverkauf auf einem Markt in Tokio (Archivfoto). Quelle: ap

TokioWer in den Präfekturen Tokio, Hokkaido, Osaka, Kanagawa, Shizuoka, Aichi, Tokushima und Kochi wohnt, der denkt in diesen Tagen besonders angestrengt darüber nach, ob, wann und wo er zuletzt Fleisch gegessen hat. Denn mittlerweile steht nach offiziellen Angaben fest, dass in diesen acht von insgesamt 47 Präfekturen in Japan radioaktiv verseuchtes Fleisch verkauft und verzehrt wurde. Das Rindfleisch war durch die Kontrollen gerutscht, was die Kritik an den ohnehin lückenhaften Strahlenuntersuchungen von Lebensmitteln in Japan noch erhöht. Insgesamt geht es um 437 Kilogramm, die teilweise eine Cäsium-Dosis von über 3.200 Becquerel pro Kilogramm enthalten. Der ohnehin hohe Grenzwert in Japan liegt bei 500 Becquerel pro Kilogramm.

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Einige der betroffenen Regionen konnte sogar die Verkaufsstätten ausfindig machen. So handelte es sich in Tokushima um einen Fuji Grand Supermarkt, in Aichi um ein Barbecue-Restaurant und in Hokkaido um eine „Izakay“, eine typische japanische Kneipe, und ein weiteres Barbecue-Restaurant in der Stadt Chitose.

Andere Präfekturen weigern sich, solche Angaben zu machen aus Angst, die Lebensmittelgeschäfte oder Restaurants, die schließlich unwissentlich das Rindfleisch verkauft haben, könnten gleichwohl künftig boykottiert werden. Das Fleisch kommt offenbar von einer Farm aus Minami-Soma. Minami-Soma liegt in der Präfektur Fukushima, die Farm etwa 30 Kilometer von dem durch Erdbeben und Tsunami zerstörten Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi entfernt. Der Bauer hatten nach bisherigen Erkenntnissen sein Vieh mit verstrahltem Stroh gefüttert, dass teilweise Werte von 75.000 Becquerel aufwies.

  • 15.07.2011, 11:16 Uhrdelusio1

    so eine bauernfängerei hier. der redakteur beweist wieder seine kompetenz.

    "eine cäsium-dosis"
    in becquerel pro kilogramm auszudrücken ist falsch. becquerel pro kilogramm beschreibt die spezifische aktivität. die freigrenze für cs-137 liegt in deutschland bei 10Bq/g d.h. 10.000Bq/kg!

    damit sind die erwähnten 500Bq/kg absolut vernachlässigbar und würde bei verzehr zu keiner relevanten dosis führen.

    aber hauptsache ihr habt ein sensationsthema, gel?

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