International
Japan will der Terror-Bedrohung nicht nachgeben

Japan ist genau wie Spanien als hervorgehobener Unterstützer des Irak-Krieges und des Kampfes der USA gegen den Terrorismus ein potenzielles Ziel von Attentätern. Doch Tokio zeigt sich unerschrocken.

HB TOKIO. Die Bombenanschläge in Madrid haben Japan drastisch die Gefahr vor Augen geführt, selbst zum Ziel von Terroranschlägen zu werden. Japan jedoch will der Gefahr des Terrorismus nicht nachgeben und verlegt unbeirrt weiter eigene Soldaten in den Irak.

Japan hatte bereits zu Beginn des Krieges im Irak sowie nach der Entsendung von Truppen zum Wiederaufbau des Zweistromlandes seine Sicherheitsvorkehrungen an wichtigen Einrichtungen verstärkt, unter anderem auch am Tokioter Zentralbahnhof und in den Hochgeschwindigkeitszügen Shinkansen. Ein Regierungssprecher sagte nach den Anschlägen in Madrid, Japan habe ausreichende Maßnahmen zum Schutz gegen Terrorismus ergriffen und werde Terroristen jede Gelegenheit zum Zuschlagen nehmen.

Bereits als zwei japanische Diplomaten Ende vergangenen Jahres in einem Hinterhalt im Irak getötet wurden, hatte Ministerpräsident Junichiro Koizumi deutlich gemacht, dass man dem Terrorismus nicht nachgeben werde. Nach den Anschlägen in Madrid erklärte er, es sei nicht auszuschließen, dass Japan selbst Opfer eines ähnlichen Anschlages werden könnte. Schließlich könne so etwas überall in der Welt vorkommen. Man müsse vorsichtig sein.

Der Chef des Verteidigungsamtes erklärte, seine Behörde wie auch die gesamte Regierung werde die Anti-Terrormaßnahmen noch verstärken. Die auflagenstärkste Tageszeitung „Yomiuri Shimbun“ erinnerte ihre Leser daran, dass man die eigene Sicherheit nicht dem Staat nicht allein überlassen solle. Jeder müsse sich der Gefahr bewusst sein.

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