Jared Kushner
Trumps Schwiegersohn wird Präsidentenberater

Kushner ist wie sein Schwiegervater Immobilien-Geschäftsmann und mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet. Er spielte während des Wahlkampfes eine entscheidende Rolle im Team. Jetzt steigt er zum Präsidentenberater auf.
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Washington Jared Kushner, der Schwiegersohn von Donald Trump, soll zum einflussreichen Topberater des künftigen US-Präsidenten ernannt werden. Dabei soll er weitreichende Macht über innere und außenpolitische Angelegenheiten bekommen - etwa bei Handelsvereinbarungen und dem breiten Thema Naher Osten, teilten zwei mit der Entscheidung vertraute Personen am Montag mit. Zuvor muss der Ehemann von Trumps Tochter Ivanka aber noch eine Reihe von Hürden nehmen.

Im Übergangsteam von Trump hatte Kushner bereits eine führende Rolle bei der Kommunikation mit Vertretern Israels übernommen. Gemeinsam mit dem umstrittenen Trump-Berater Steve Bannon soll er unter anderem Pläne besprochen haben, nach denen die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt werden könnte. Dies würde höchstwahrscheinlich für großen politischen Zündstoff für den gesamten Nahen Osten sorgen.

Zudem traf Kushner in der vergangenen Woche den britischen Außenminister Boris Johnson. Er soll sich außerdem mit den Anführern im US-Kongress beraten haben und bei den Gesprächen mit möglichen Kandidaten für Trumps Kabinett geholfen haben.

Dennoch wird Kushner vor der Übernahme einer wichtigen Beraterfunktion argumentieren müssen, dass ein Bundesgesetz gegen Vetternwirtschaft - wonach Beamte Verwandten keine Regierungsposten zuteilen dürfen - nicht auf ihn zutreffe. Seine Anwältin Jamie Gorelick sagte am Montag, die 1967 verabschiedete Regelung sehe keine Einschränkungen für Verwandte vor, die im Westflügel des Weißen Hauses arbeiteten. Dort hat auch der Präsident sein Büro und kann seinen eigenen Mitarbeiterstab bestimmen.

Darüber hinaus erklärte Gorelick, Kushner werde als Geschäftsführer seines multimilliardenschweren Immobilienimperiums zurücktreten und wesentliche Vermögen veräußern.

Ivanka Trump hingegen wird laut Vertretern des Übergangsteams vorerst keine formelle Rolle im Weißen Haus übernehmen. Als Mutter von drei Kindern bereite sie zunächst den Umzug ihrer Familie von New York nach Washington vor. Eine künftige Rolle als Beraterin ihres Vaters sei aber nicht auszuschließen, hieß es. Auch sie werde ihre Managementaufgaben in der Trump Organization sowie in ihren eigenen Modeunternehmen niederlegen.

Für Mittwoch hat der künftige US-Präsident eine Pressekonferenz geplant, in der er unter anderem erklären will, wie er sich aus seinen weitreichenden internationalen Geschäftsinteressen lösen will. Derzeit besitzt oder kontrolliert er weiterhin rund 500 Unternehmen, die Teil der Trump Organization sind. Auch die Rolle Kushners in der neuen Regierung soll dann Thema sein.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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