Jean-Christophe Mitterand droht eine Gefängnisstrafe
Sohn Mitterrands erhält Bewährungsstrafe wegen Steuervergehen

Der älteste Sohn des verstorbenen französischen Präsidenten François Mitterrand ist am Mittwoch wegen Steuerhinterziehung zu 30 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden.

HB PARIS. Jean-Christophe Mitterrand habe in den Jahren 1998 und 1999 Steuern über 630 000 Euro hinterzogen, erklärte das Gericht in Paris das Urteil. Dabei sei es um Einkünfte in Höhe von 1,25 Millionen Euro gegangen. Die Rechtsanwälte von Mitterrand hatten argumentiert, dass ihr Klient zwischen 1996 und 2000 in Mauretanien gelebt habe und somit in Frankreich nicht steuerpflichtig gewesen sei. Dem Gericht lagen allerdings Beweise vor, wonach Mitterrand im besagten Zeitraum in Paris gelebt habe.

Das Urteil sieht eine Gefängnisstrafe vor, sollte Mitterrand das unterschlagene Geld nicht zurückzahlen. Ein Anwalt Mitterrands erklärte, seinem Klienten stünde das geforderte Geld nicht zur Verfügung, weil dessen Bankkonten auf Grund einer weiteren gerichtlichen Untersuchung eingefroren worden seien. Bei dem Verfahren wird Mitterrands Verstrickung in illegale Waffengeschäfte in Angola untersucht.

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