Jean-Claude Juncker
Kommissionspräsident drängt auf Energieunion

Jean-Claude Juncker fordert mehr Tempo bei der Energieunion. Sie soll Europa dabei helfen, mit den USA auf gleicher Augenhöhe aufzutreten. Der EU-Kommissionspräsident macht deutlich, wie wichtig das Projekt ist.
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StraßburgEU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Regierungen eindringlich zu Fortschritten bei der Energieunion aufgefordert. Europa importiere 53 Prozent der Energie, was 400 Milliarden Euro pro Jahr koste. „Pro Tag geben wir über eine Milliarde Euro für Energieimporte aus“, sagte der Kommissionspräsident am Mittwoch vor dem EU-Parlament in Straßburg.

Die Energieunion gehört zu den wichtigsten Themen des EU-Gipfels am 19./20. März. Juncker verwies darauf, dass Strom in Europa 40 Prozent teurer als in den USA sei. „Das hindert uns, mit den USA auf gleicher Augenhöhe aufzutreten.“ Die europäischen Regierungen könnten durchaus ihre 28 einzelnen Energiemärkte zu einer einzigen Energieunion bündeln, falls der politische Wille dazu vorhanden sei.

Zur geplanten Milliarden-Wachstumsinitiative für Europa begrüßte Juncker angekündigte Beiträge Spaniens, Deutschlands, Italiens und Frankreichs in den Garantiefonds bei der Europäischen lnvestitionsbank (EIB).

Die übrigen Länder sollten dem Beispiel dieser Länder folgen. „Statt den übermäßigen Einfluss von Deutschland und Frankreich zu beklagen, sollten die anderen Regierungen den beiden Ländern nacheifern“, forderte Juncker.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Gehen Sie davon aus, dass Herr Juncker in den Jahren 2003 und 2004 mit dem Thema konfrontiert war und damals die Zusammenarbeit mit Russland einstellen lies. Um fair zu bleiben ist nachzulegen, dass 2001 der Altkanzler Gerhard Schröder unter Einschaltung seines Bundeskanzleramtes gleichfalls veranlasste.

  • Er, Juncker, merkt noch nicht mal, daß er mit ein Grund für die 40% höheren Energiepreise ist. Wenn er abgeschafft würde, wäre das ein guter Beitrag zur Reduzierung der Energiekosten. Weitere Reduzierungen sind sehr offensichtlich.

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