Jedes Jahr fließen Milliarden in Investitionen
Wirtschaft setzt auf Verkehrsausbau in China

Autobahnen und Airports, Schnellbahnen und Seehäfen – Asien braucht leistungsfähige Infrastruktur. „Das wird in den kommenden Jahren ein zentrales Thema in Asien-Pazifik bleiben“, sagt Monika Stärk, Vorstandsmitglied der German Asia-Pacific Business Association in Hamburg. Der Investitionsbedarf ist gewaltig. Rund 250 Mrd. Dollar, so schätzt der Präsident der Asian Development Bank (ADB), Tadao Chino, sind Jahr für Jahr notwendig, um Engpässe zu beseitigen.

DÜSSELDORF. Die deutsche Wirtschaft ist daran hoch interessiert. Immer noch gebe es Hürden bei der Abwicklung von Asien-Geschäften durch mangelnde Transportkapazitäten im Interkontinentalverkehr oder unzulängliche Überlandverbindungen, beobachtet Stärk. Deren Beseitigung bedeuteten auch „enorme Geschäftsmöglichkeiten für die deutschen Experten im Infrastrukturbereich“. Das sieht auch Industrie-Präsident Michael Rogowski so: Asien brauche nicht nur leistungsfähige Transportsysteme für den Gütertransport, sondern auch Verkehrssysteme für die Megastädte. „Deutsche Firmen können dies alles liefern“, sagte Rogowski dem Handelsblatt.

„Der Transrapid war erst der Anfang“, frohlockt Jürgen Heraeus, Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, und ergänzt: „Ohne den Aufschwung in Asien, insbesondere in China, hätten viele mittelständische Unternehmen vielleicht schon dicht machen können.“ Besondere Chancen rechnen sich die Deutschen im Vorfeld der für 2008 nach Peking vergebenen Olympischen Spiele aus. Die chinesische Hauptstadt will bis dahin ein leistungsfähiges innerstädtisches Transportsystem mit Bussen und Bahnen aufbauen. Gemeinsame deutsch-chinesische Expertengespräche laufen bereits.

Fehlender öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) ist nicht nur in Peking ein Problem. Allein in China gibt es rund 170 Millionenstädte, zehn davon mit mehr als vier Millionen Einwohnern, bilanzierte die KfW-Bankengruppe. Nach ihrer Einschätzung werden in zehn Jahren 600 Millionen Menschen in den Städten leben. Ein massiver Ausbau des ÖPNV sei schon aus Umwelt- und Energiegründen geboten. Bei den Metroprojekten ist die deutsche Industrie in mehreren Regionen gut im Rennen.

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