Jegor Gaidar
Putin-Kritiker aus Krankenhaus entlassen

Der erkrankte russische Ex-Ministerpräsident Jegor Gaidar ist am Montag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sein Fall hatte Aufsehen erregt, da Gaidars mysteriöse Krankheit kurz nach dem Tode von Alexander Litwinenko bekannt wurde. Die Ursache der Erkrankung gibt weiterhin Rätsel auf.

Der 50-jährige russische Ex-Ministerpräsident Jegor Gaidar solle nun zu Hause weiterbehandelt werden, sagte sein Sprecher Waleri Natarow am Abend in Moskau. Die Ärzte hätten Gaidar zuvor nochmal untersucht und wollten am Dienstag über ihre Diagnose informieren.

Bislang hatten sie keine natürliche Ursache für die Erkrankung finden können. Gaidar war Mitte November bei der Vorstellung seines neuen Buchs in Dublin für mehrere Stunden in Ohnmacht gefallen. Anfang der Woche kam der ehemalige Wirtschaftsreformer in ein Moskauer Krankenhaus. Die Ärzte sollen zeitweise um sein Leben gefürchtet haben. Gaidars Erkrankung erregte auch deshalb Aufsehen, weil sie kurz nach dem mysteriösen Gifttod des früheren russischen Spions Alexander Litwinenko bekannt wurde.

Der ebenfalls als Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin bekannte Litvinenko war vorige Woche in London an einer Vergiftung mit dem radioaktiven Stoff Polonium 210 gestorben. Vom Sterbebett aus hatte er Putin beschuldigt, seine Ermordung befohlen zu haben. Russland wies die Vorwürfe zurück. Litwinenko hatte nach eigenen Angaben an Nachforschungen über die Ermordung der regierungskritischen Journalistin Anna Politkowskaja gearbeitet. An den Aufenthaltsorten Gaidars in Irland wurde keine Radioaktivität gefunden.

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