Jelavic ist untergetaucht
Zehn Jahre Haft für bosnischen Ex-Präsidenten

Ante Jelavic, der frühere Präsident von Bosnien-Herzegowina, ist am Donnerstag in Abwesenheit zu einer Haftstrafe von zehn Jahren wegen Korruption verurteilt worden. Ihm wird vorgeworfen, in den 90er Jahren als Verteidigungsminister Finanzmittel veruntreut zu haben.

HB SARAJEVO. Das Oberste Gericht in Sarajevo fand den 42-Jährigen der Unterschlagung von Hilfsgeldern in unbekannter Höhe für schuldig. Jelavic wurde im vergangenen Mai gegen Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen und tauchte danach unter. Er wird jetzt steckbrieflich gesucht.

Jelavic soll von 1997 bis 1998 als Verteidigungsminister der muslimisch-kroatischen Föderation Finanzmittel veruntreut haben. Außerdem wird ihm vorgeworfen, aus Geldern, die aus Kroatien kamen und für die kroatische HDZ-Partei in Bosnien bestimmt waren, Aktien einer Bank und Versicherungsgesellschaft gekauft zu haben. Laut Medienberichten soll es um mehrere Millionen Euro gehen.

Wegen der Korruptionsvorwürfe wurde er 2001 aus dem dreiköpfigen Präsidium von Bosnien entlassen und musste auch aus der Führung der konservativen kroatischen Partei HDZ ausscheiden.

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