Jemen
Blutige Kämpfe um Rebellenstadt

Jemens Verteidigungsminister meldet die Rückeroberung der Stadt Sindschibar unter Verlusten. Für die Stärke der Aufständischen macht die Regierung El Kaida verantwortlich - und indirekt die andauernden Demonstrationen.
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AdenIm Süden des Jemens sind bei Kämpfen mit mutmaßlichem Mitgliedern des Terrornetzwerks El Kaida in den vergangenen drei Monaten mindestens 230 Soldaten getötet worden.

Bei den Gefechten zur Befreiung einer seit Ende Mai von den Rebellen belagerten Militärbasis in der Stadt Sindschibar seien zudem 50 regierungstreue Stammeskämpfer ums Leben gekommen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Saba am Sonntag unter Berufung auf Verteidigungsminister Mohammed Nasser Ahmed.

Sindschibar, die Hauptstadt der südlichen Provinz Abjan, war seit Ende Mai von Aufständischen der Gruppe Partisanen der Scharia kontrolliert worden, die nach Angaben der jemenitischen Regierung mit El Kaida verbündet sind. Sie hatten die Schwächung der Regierung durch die seit Januar andauernden Proteste genutzt, um die Stadt zu erobern.

Seitdem hatte die Armee versucht, die Stadt wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Bei den Kämpfen wurden nach Angaben der Regierung auch 30 örtliche Anführer der Aufständischen getötet.

Am Samstag hatte die jemenitische Regierung die „Befreiung“ von Sindschibar vermeldet. Ein Militärvertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte am Sonntag jedoch der Nachrichtenagentur AFP, die Armee kontrolliere zunächst nur Gebiete im Norden und Osten der Stadt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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