Jemen
Der Präsidentensohn ist gesprächsbereit

Während der Abwesenheit des jemenitischen Präsidenten bleibt die Lage im Land gespannt. Präsident Ali Abdullah Saleh hält sich derzeit in Saudi-Arabien auf. Nun meldet sich einer seiner Söhne zu Wort.
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SanaaDer Sohn des jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh hat am Sonntag seine Verhandlungsbereitschaft mit der Opposition signalisiert. Er unterstützte die Bemühungen von Vizepräsident Abed Rabbo Mansur Hadi und Führern der Opposition, „eine Lösung für die gegenwärtige Krise zu finden“, hieß es in einer Stellungnahme von Ahmed Saleh.

Vertreter der Opposition begrüßten Salehs Gesprächsbereitschaft, erklärten jedoch, auf die Worte müssten nun Taten folgen. „Der Sohn des Präsidenten hat einen mutigen Schritt getan, aber lediglich auf dem Papier“, sagte der Aktivist Abdullah Ubal. „Wichtiger ist es, ihn auch umzusetzen.“

Zuvor waren im Jemen erneut Zehntausende gegen das Regime in Sanaa auf die Straße gegangen. Sie forderten den Rücktritt von Präsident Saleh, der sich derzeit zur medizinischen Behandlung in Saudi-Arabien aufhält, und die Ausreise seiner Söhne und Berater. Die Demonstranten riefen: „Salehs Waisen müssen das Land verlassen.“

Ahmed Saleh ist Befehlshaber der Republikanischen Garde, die maßgeblich an der Niederschlagung der Proteste beteiligt war, und galt einst als wahrscheinlichster Nachfolger seines Vaters. Sein Bruder Chaled ist ein Kommandeur des jemenitischen Heeres. Ali Abdullah Saleh war Anfang Juni bei einem Raketenangriff auf den Präsidentenpalast verletzt und in der saudiarabischen Hauptstadt Riad operiert worden.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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