Jemen
Doppelanschlag auf Moschee tötet fast 30 Menschen

Zeugen vor Ort berichten, dass sich in Jemens Hauptstadt Sanaa während des Abendgebetes in einer Moschee zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt haben. Einer der beiden hatte es auf die Rettungskräfte abgesehen.

SanaaBei einem Doppelanschlag auf eine Moschee im Jemen sind nach Angaben der Nachrichtenagentur Saba mindestens 28 Menschen getötet worden. Wie das von den Huthi-Rebellen kontrollierte und ehemals staatliche Medium berichtete, wurden 75 weitere verletzt.

Ein Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde sagte der Deutschen Presse-Agentur, zwei Selbstmordattentäter hätten sich am Mittwoch in der Hauptstadt Sanaa zum Zeitpunkt des Abendgebets in die Luft gesprengt, ein Täter mit einem Bombengürtel im Gotteshaus und einer in einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug außerhalb des Gebäudes. Letzterer habe seinen Wagen zur Detonation gebracht, als die Rettungskräfte eintrafen, meldete Saba.

Über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreiteten Dschihadisten ein mutmaßliches Bekennerschreiben der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Sanaa wird seit Monaten von schiitischen Huthi-Rebellen kontrolliert. In dem Bürgerkriegsland sind aber auch die sunnitisch-extremistischen Terrorgruppen Al-Kaida und der IS aktiv, die wegen des Machtvakuums immer stärker werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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