Jemen im Fokus
Erdogan hält trotz Spannungen an Iran-Besuch fest

Der türkische Präsident Erdogan befürwortet die Militärintervention sunnitischer Staaten im Jemen. Das schürt Spannungen mit dem Iran, der angeblich die Huthi-Rebellen unterstützt. Ein Treffen soll trotzdem stattfinden.
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AnkaraUngeachtet des jüngsten Streits mit dem Iran im Jemen-Konflikt reist der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Dienstag in die Islamische Republik. Erdogan wolle mit Präsident Hassan Ruhani und dem geistlichen Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei über regionale und internationale Themen sprechen, hieß es am Wochenende in einer Erklärung des türkischen Präsidentenamts.

Erdogan hatte die von Saudi-Arabien angeführte Militärintervention sunnitischer Staaten im Jemen gegen die vom Iran unterstützte Schiiten-Miliz der Huthis befürwortet. Daraufhin forderten einige iranische Parlamentsabgeordnete eine Absage des seit längerem geplanten Besuchs.

Auch in der Frage, wie der Bürgerkrieg in Syrien zu lösen ist, gehen die Meinungen weit auseinander. Dabei unterhalten beide Länder historisch enge wirtschaftliche Beziehungen. Der wegen seines Atomprogramms unter internationalen Sanktionen leidende Iran ist der zweitgrößte Erdgaslieferant der Türkei.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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