Jemen: Rebellen halten Staatschef fest

Jemen
Rebellen halten Staatschef fest

Nach den erfolgreichen Kämpfen in Sanaa verlangen die Huthi-Rebellen eine größe Machtbeteiligung im Jemen. Auf Verhandlungen scheinen sie nicht mehr zu setzen. Sie haben angeblich Staatschef Hadi festgesetzt.
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SanaaIm Ringen um die Macht im Jemen haben Huthi-Rebellen nach Angaben von Präsidentenberatern Staatschef Abed Rabbo Mansur Hadi festgesetzt.

Der Präsident könne seine Residenz in der Hauptstadt Sanaa nicht verlassen, nachdem die Rebellen Kontrollposten davor errichtet und Kämpfer in dem Anwesen stationiert hätten, sagten zwei Berater der Nachrichtenagentur AP am Mittwoch.

Die Huthi-Rebellen festigten nach zweitägigen schweren Kämpfen ihre Kontrolle über die Hauptstadt und stellten umfassende Forderungen nach einer größeren Beteiligung an der Macht. Sollte Hadi darauf nicht eingehen, lägen in einer „revolutionären“ Situation alle Optionen auf dem Tisch, sagte ihr Führer Abdel-Malek al-Huthi am Dienstagabend in einer Fernsehansprache.

Hadis Vorgänger, der 2011 abgesetzte langjährige autokratische Herrscher Ali Abdullaj Salih, forderte unterdessen Hadi zu vorgezogenen Parlaments- und Präsidentenwahlen auf. Salih ist wie die meisten Rebellen Mitglied der schiitischen Sekte der Saiditen.

Die Huthi-Rebellen besetzten am Mittwoch einen Stützpunkt, in dem ballistische Raketen stationiert sind und der über der Hauptstadt liegt. Nach den schweren Kämpfen der beiden vorangegangenen Tage kehrte in Sanaa eine fragile Ruhe ein.

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