Jeroen Dijsselbloem
Euro-Gruppenchef will zweite Amtszeit dranhängen

Jeroen Dijsselbloem hat seine Kandidatur für eine zweite Amtsperiode als Vorsitzender der Eurogruppe bekanntgegeben. Der Niederländer gilt als Favorit für das Amt. Doch auch sein Konkurrent hat mächtige Fürsprecher.
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AmsterdamDas Rennen um den künftigen Vorsitz der Eurogruppe ist eröffnet: Der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem kündigte am Freitag an, für eine zweite Amtszeit zu kandidieren. Gegen ihn tritt voraussichtlich der spanische Wirtschafsminister Luis de Guindos an. Dijsselbloems erste Amtszeit als Vorsitzender der 19 Finanzminister der Euro-Staaten endet am 21. Juli.

Der Niederländer gilt als Favorit für das Amt, das im Zuge der Schuldenkrise immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Dijsselbloem vertritt die Regierungen der Euro-Zone unter anderem in den Verhandlungen mit Griechenland über das Rettungspaket zur Verhinderung eines Staatsbankrotts.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Sommer des vergangenen Jahres erklärt, sie werde die Kandidatur von Guindos unterstützen. Auch der französische Finanzminister Michel Sapin sagte, der Spanier würde einen guten Vorsitzenden abgeben. Dijsselbloem ist nach einem etwas holprigen Start als Vorsitzender der Eurogruppe im Jahr 2013 besonders für sein Vorgehen in der Griechenland-Krise gelobt worden. Guindos, der in seinem Land auch für die Staatsfinanzen zuständig ist, wird zugutegehalten, Spaniens Erholung nach der Wirtschaftskrise vorangetrieben zu haben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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