Jersualem: Heftige Unruhen auf dem Tempelberg

Jersualem
Heftige Unruhen auf dem Tempelberg

Auf dem Tempelberg in Jerusalem ist es zu heftigen Zusammenstößen zwischen muslimischen Gläubigen und israelischen Polizeibeamten gekommen. Hunderte Demonstranten bewarfen die Beamten mit Steinen und Flaschen; die Polizisten antworteten mit Tränengas. Der Protest richtet sich gegen Reparaturarbeiten am Tempelberg.

HB JERUSALEM. Die Polizei habe das Gelände der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg gestürmt, berichteten Augenzeugen am Freitag. Die Beamten sollen auch Schockgranaten eingesetzt haben. Mehr als ein Dutzend Menschen seien verletzt worden.

Ein Teil der Demonstranten verbarrikadierte sich in der Moschee, berichteten Augenzeugen. Der palästinensische Politiker Mustafa Barguti warf den Israelis vor, sie seien noch vor dem Ende der Freitagsgebete gewaltsam auf das Gelände der Al-Aksa-Moschee vorgestoßen. Ein israelischer Polizeisprecher sagte, Aufgabe der Einheiten sei es, für Ruhe zu sorgen. Die Polizei habe die Lage „voll unter Kontrolle“.

Israelische Behörden lassen an einem im Jahr 2004 teilweise eingestürzten Fußweg am Fuße des Tempelberges arbeiten, der vom Platz der Klagemauer auf den Tempelberg führt, auf dem die Al-Aksa-Moschee steht. Ein Abschnitt des Weges soll durch eine neue Konstruktion ersetzt werden. Aufgebrachte Muslime und arabische Regierungen protestieren seit Dienstag gegen die Bauarbeiten. Die Arbeiten gefährdeten die Al-Aksa-Moschee, eines der wichtigsten Heiligtümer der Muslime.

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