Jobmarkt
Griechische Arbeitslosigkeit erneut auf Rekordhoch

Mit einem minimalen Aufschlag zum März verzeichnet Griechenland einen neuen Höchststand bei den Erwerbslosen. Zweidrittel von ihnen ist schon seit mehr als einem Jahr arbeitslos – Tendenz steigend.
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AthenDer Jobmarkt im rezessionsgeplagten Griechenland hangelt sich von einem Rekordhoch zum nächsten: Die Arbeitslosenquote in dem Euro-Land stieg im April auf 26,9 von 26,8 Prozent im Vormonat, wie das Statistikamt Elstat am Donnerstag mitteilte.

Dies ist der höchste Stand seit Beginn der Datenveröffentlichung 2006 und mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt der Euro-Zone von 12,2 Prozent im Mai. "Entscheidend ist die Tatsache, dass fast zwei von drei Leuten seit über zwölf Monaten ohne Job sind", sagte Ökonom Angelos Tsakanikas vom IOBE-Institut mit Blick auf die besonders problematische Lage der Langzeitarbeitslosen.

Die griechische Wirtschaft schrumpft bereits das sechste Jahr in Folge - vor allem wegen des harten Sparkurses als Auflage für die Milliarden-Hilfen von Griechenlands Geldgebern. Die IOBE-Experten rechnen für 2013 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 4,8 bis 5,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote dürfte auf 27,8 Prozent hochschnellen. Seit Beginn der Krise 2009 hat sich die Quote verdreifacht, zwischen 700 und 1000 Griechen verloren nach Elstat-Schätzungen jeden Tag ihren Job. Besonders stark trifft es junge Menschen. Die Arbeitslosenquote der 15- bis 24-Jährigen sank zwar im April leicht um 0,8 Punkte auf 57,5 Prozent, bleibt damit aber immer noch auf extrem hohen Niveau.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Jobmarkt: Griechische Arbeitslosigkeit erneut auf Rekordhoch"

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  • Wenn Sie sich das wirklich fragen, dann sollten Sie es mal versuchen, um was in Griechenland aufzubauen. Viel Spass dabei.....für das Durchkämpfen durch die Bürokratie (irgendwas müssen die Beamten ja tun), wünsche ich Ihnen viel Glück. Wie war das nochmal, zum Aufstellen einer Abfüllmaschine von Olivenölbenötigt es staatliche Zustimmung, die sich über mehrere Monate hinziehen kann, worunter auch ein Guchten bzgl. der Baustatik ausgefertigt von Fachleuten, dass das Gebäude stabil genug ist, auch wenn die Maschine weniger wiegt wie ein Mensch?

    Genau das wird jetzt gerettet von Superhero Dijsselbloem und seinen Heerscharen.

  • Spart sich zu Tode?

    Nur nochmal zur Definition: Sparen bedeutet Geld zurücklegen dass man hat! Das trifft nicht wirklich auf Griechenland zu.

    Und zu dieser wirren Theorie des zu-Tode-sparen: Das heisst jetzt also, dass alle Krisenstaaten seit Jahren dadurch aufgefallen sind, extrem wenig Geld auszugeben. Im Gegensatz und Vergleich dazu haben Länder wie Deutschland, Schweiz oder Finnland das Geld mit vollen Händen ausgegeben und stehen deswegen besser da. (Zugegeben sie haben zuviel ausgegeben, aber unter den Blinden ist der Einäugige König).

    Irgendwie gibt es da ein Wahrnehmungsproblem!

  • Dann sollte Griechenland schnell die Währungsunion verlassen. Es wird nicht klappen. Auch in der gewollten Transferunion bleibt für die Griechen zuwenig zum Leben, zuviel zum Sterben. Das haut nicht hin!

    Ja, der Euro ist ein geradezu blödsinniges "politisches Projekt". Und Wohlstand kommt eben nicht aus der Druckerpresse - sonst wäre Simbabwe das reichste Land der Welt!

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