Jörg Asmussen
EZB dämpft Erwartungen an Liquiditätshilfen für Banken

Die EZB hat noch nicht entschieden, wie viele Milliarden an zinsgünstigen Refinanzierungskrediten sie in dieser Woche den Banken anbieten wird. Die Hoffnung auf üppige Liquiditätshilfen hat die EZB erstmal gedämpft.
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Düsseldorf"Wie groß das Volumen des zweiten Geschäfts wird, steht noch nicht fest", sagte EZB-Direktor Jörg Asmussen dem Handelsblatt (Montagsausgabe). Im Dezember hatte die EZB den Banken dreijährige Refinanzierungskredite zu extrem niedrigen Zinsen im Umfang von 500 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, um der Gefahr einer Kreditklemme entgegen zu wirken. Damals stellte EZB-Chef Mario Draghi eine zweite Tranche in ähnlichem Umfang in Aussicht. Diese zweite Tranche kommt am Mittwoch auf den Markt.

"Das erste dreijährige Refinanzierungsgeschäft hatte, soweit man es heute schon beurteilen kann, positive Auswirkungen", sagte Asmussen am Rande des Gipfels der G20-Finanzminister und Notenbankchefs in Mexiko. Die Gefahr einer Kreditklemme sei heute deutlich geringer als im Dezember. "Beide Refinanzierungsgeschäfte sind nicht Teil der Standardmaßnahmen und daher temporär", sagte er. "Die Durchführung des zweiten Refinanzierungsgeschäfts sollte nicht automatisch die Erwartung wecken, dass wir es ein drittes und viertes Mal tun werden", sagte Asmussen.

"Die die EZB verpflichtet sich nie im Vorhinein zu irgendeiner Aktion", sagte er Asmussen trat dem Eindruck entgegen, dass die EZB mit den Liquiditätshilfen für die Banken für jene Stabilisierung des Eurosystems sorgt, für die der Euro-Rettungsschirm EFSF aus Sicht vieler Marktteilnehmer nicht ausreicht. "Die Verantwortung für die Rettungsschirme liegt bei den Staaten. Notenbanken können Regierungshandeln nicht ersetzen", sagte er.

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " Jörg Asmussen: EZB dämpft Erwartungen an Liquiditätshilfen für Banken"

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  • war das nicht das Genie, das den Rettungsschirm bedacht hat?

  • gruselig, danke für die info empire2002, meine frage an die ezb wäre, wie man es denn plant? erst deflation dann inflation oder gleich inflation und dann währungsreform, edelmetalle einziehen, zwangshypotheken auf alle häuser, den privatbesitz ist ja nicht mehr en vauge, zumindest beim kleinen mann.

  • Eine große Mitschuld an der Verdummung unserer Politiker trägt ja die Presse.
    Alle Politiker und ein Großteil der Zeitungen fordern vehement, dass der Deutsche Michel mit seinen Hunderten an Milliarden den Euro rettet. Hauptsache die Diäten fließen.
    Kritische Medienkommentare ließt man so gut wie nie.

    http://www.youtube.com/watch?v=ht3ZFKvKkqI
    Hintergründe zu Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen

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