Jörg Asmussen Griechenland ab 2014 auf Wachstumskurs

Der deutsche Vertreter im EZB-Direktorium, Jörg Asmussen, sieht Griechenland schon 2015 wieder am Kapitalmarkt. Voraussetzung sei allerdings die Umsetzung des Sanierungsprogramms.
23 Kommentare
Der deutsche Vertreter im EZB-Direktorium: Jörg Asmussen. Quelle: dapd

Der deutsche Vertreter im EZB-Direktorium: Jörg Asmussen.

(Foto: dapd)

BerlinEZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen hat für 2014 eine wirtschaftliche Erholung im angeschlagenen Griechenland in Aussicht gestellt. „Ich erwartet bei Umsetzung des Sanierungsprogramms positives Wachstum in Griechenland ab 2014“, sagte Asmussen der „Rheinischen Post“ laut Vorabmeldung vom Montag. Ziel sei es, das auf ausländische Geldspritzen angewiesene Land ab 2015 wieder schrittweise an den Kapitalmarkt heranzuführen.

„Die Kosten eines Austritts Griechenlands aus der Währungsunion wären unkalkulierbar.“ Asmussen dämpfte zudem erneut Erwartungen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) weiterhin große Summen zu Niedrigzinsen den Banken zur Verfügung stellen könnte. „Wichtig ist, dass die Sondermaßnahmen der EZB nur zeitlich befristet zur Verfügung stehen und niemand aus dem Umstand, dass wir zwei Mal eine solche Refinanzierungsoperation durchgeführt haben, darauf schließen sollten, dass wir dies auch ein drittes Mal tun werden.“ Mit sogenannten Langfristtendern hatte die EZB im Dezember und Februar der Bankenbranche insgesamt eine Billion Euro zu dem Niedrigzins von einem Prozent zur Verfügung gestellt und damit für Entspannung am Anleihemarkt gesorgt. Das Geld muss nach drei Jahren zurückgezahlt werden.

  • rtr
  • dapd
Startseite

23 Kommentare zu "Jörg Asmussen: Griechenland ab 2014 wieder auf Wachstumskurs"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @HolgerLippert: ausgezeichneter und absolut zutreffender Kommentar.

  • Na Herr Steingart - das wäre doch mal ein geeigneter Anlass
    uns erneut griechische Staatsanleihen zu empfehlen oder gar selbst zu kaufen ! Auf das wirtschaftliche Augenmass des Handelsblatts ist doch Verlass

  • Glauben die allenernstes dass sie nach umsetzung des katastrophalen sanierungsprogrammes noch auf einen positiven Wachstum Griechenlands hoffen können??? Wachstum sieht anders aus und wird dort kommen wenn im Handel, dem Tourismus, der Energiebranche und der Landwirtschaftlichen produktion investiert wird. So werden viele neue Arbeitsplätze geschafft, auch müssen die Preise sinken, die Löhne etwas erhöht werden ansonsten macht Europa Griechenland noch zu einem Billiglohnland (!!). Natürlich muss noch an der Verwaltung etwas gefeilt werden obwohl es schon wissenswerte Fortschritte gegeben hat und die Korruption und Kriminalität müssen bekämpft werden. Denn die armen einfachen Leute in Griechenland sind an nichts Schuld (ich rede von einfachen Familien, einfachen angestelltetn,Arbeitern,kleinlandwirten und kleinunternehmern) sondern die korrupten Beamte,Politiker,Großunternehmer und Bankiere. (Okay, die die vorher genannten einfachen leute sind nur ein wenig schuld und zwar im Sinne dass sie vielleicht nicht alle Steuern bezahlten..)

  • Herr Asmussen hätte mit gleichem Recht Griechenland auf Wachstumskurs sehen koennen: da haben wir wachsende Arbeitslosigkeit, wachsende Selbstmordrate, wachsende Kapitalflucht, wachsende Differenz zwischen arm und reich, wachsende Kriminalität und Not-Prostitution - Herr Asmussen und seinen Wachstumshelfern wächst mit den kommenden Wahlen ganz sicher ihr Lohn zu....



  • ... Vorsicht Leute, nach den Aussagen von Merkels Ökonomiesprachrohr kaufen US Hedgefonds sich klammheimlich durch die Hintertür in griechische Anleihen und Aktien ein.
    Anstatt US Hypothekenramschs n Old Europe fahren dann die US Boys in der Defizitramschachterbahn reserviert ausschliesslich für internationale Zocker.

  • Zustimmung!
    Einfach mal reinhören, wie Prof. Starbatty die Zukunft Griechenland's sieht:

    Prof. Starbatty im Interview bei BR alpha

    Die Schuldenkrise in Europa – wird der Euro diese Krise überleben oder kommt eine weitere Wähungsreform? Joachim Starbatty, erklärter Kritiker der EU-Kommission und Gegner des Euro, spricht darüber im alpha-Forum.

    http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sendungen/alpha-forum/joachim-starbatty-sendung100.html


    http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sendungen/alpha-forum/joachim-starbatty-gespraech100.html

  • Welche „Umsetzung des Sanierungsprogramms“? Hier wird nichts umgesetzt. Ganz im Gegenteil, es wird fleißig gestreikt. Es sind längst nicht alle Griechen damit einverstanden, dass gestreikt wird, aber sie schauen alle zu und tun nichts. Und so gehört das Land weiter den Gewerkschaften und Politikern und den reichen Familien (meist sind sie identisch).
    Jetzt z.B. planen die Nautiker (z.B. die Fähren sind betroffen) und die Busfahrer gerade wieder einmal einen Streik – zum griechischen Osterfest. Schon haben jede Menge griechische Inselurlauber ihre Hotelaufenthalte wieder storniert. Die Hotelbesitzer schimpfen und die Kleinunternehmer, Besitzer von Läden, Kiosken etc. schimpfen auch. Alle leiden und trotzdem wird weiter gestreikt. Jetzt kam sogar der Einsatz von Soldaten ins Gespräch – es wurde aber gleich danach wieder zurück gerudert.
    Es stimmt, den Griechen geht es inzwischen nicht mehr so gut. Aber das liegt auch daran, dass sich Viele wegen der netten, zuverlässig letztlich von der EU eintrudelnden Gehälter total verschuldet haben. Jetzt können sie die Raten nicht mehr bezahlen. Es geht also nicht ums Verhungern. Sehr viele Griechen haben noch immer sehr viel Geld gebunkert, geben es aber aus Vorsicht nicht aus.
    Das bleibt auch bestimmt erst mal so. Solange sich die schweigende Mehrheit der Griechen nicht endlich wehrt, wird alles so bleiben wie es ist. Also keine „Umsetzung des Sanierungsprogramms“.
    Pech, Herr Asmussen? Nein, leider nicht. Er wird sicher niemals für diesen Schwachsinn zur Verantwortung gezogen. Pech, europäische Steuerzahler!

  • DIE LINKE ist die Stiefschwester der Blockparteien, aber gehört zur Familie der Eurobesoffenen.
    Oder hat jemand schon mal gehört, dass sich diese Leute für den Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone stark machen?

    Positiv anzumerken ist lediglich, dass Gysi wie neulich im Bundes-Kasperl-Theater den Finger in die Wunden legt.

    http://dbtg.tv/fvid/1627815




  • „Die Kosten eines Austritts Griechenlands aus der Währungsunion wären unkalkulierbar.

    Statt Allgemeinplätze zu bedienen, sollte sich Herr Asmussen auf eine mit belastbaren Fakten unterlegten Debatte mit Ökonomen stellen.
    Dies lehnt er, ebenso wie die Polit-Figuren, bislang ab.

  • Schmeißt mal Eure Alt-Stalinisten, IMs und Kleingärtner über Bord. Dann klappts auch mit dem Nachbarn!

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%