Jörg Asmussen
Griechenland ab 2014 wieder auf Wachstumskurs

Der deutsche Vertreter im EZB-Direktorium, Jörg Asmussen, sieht Griechenland schon 2015 wieder am Kapitalmarkt. Voraussetzung sei allerdings die Umsetzung des Sanierungsprogramms.
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BerlinEZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen hat für 2014 eine wirtschaftliche Erholung im angeschlagenen Griechenland in Aussicht gestellt. „Ich erwartet bei Umsetzung des Sanierungsprogramms positives Wachstum in Griechenland ab 2014“, sagte Asmussen der „Rheinischen Post“ laut Vorabmeldung vom Montag. Ziel sei es, das auf ausländische Geldspritzen angewiesene Land ab 2015 wieder schrittweise an den Kapitalmarkt heranzuführen.

„Die Kosten eines Austritts Griechenlands aus der Währungsunion wären unkalkulierbar.“ Asmussen dämpfte zudem erneut Erwartungen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) weiterhin große Summen zu Niedrigzinsen den Banken zur Verfügung stellen könnte. „Wichtig ist, dass die Sondermaßnahmen der EZB nur zeitlich befristet zur Verfügung stehen und niemand aus dem Umstand, dass wir zwei Mal eine solche Refinanzierungsoperation durchgeführt haben, darauf schließen sollten, dass wir dies auch ein drittes Mal tun werden.“ Mit sogenannten Langfristtendern hatte die EZB im Dezember und Februar der Bankenbranche insgesamt eine Billion Euro zu dem Niedrigzins von einem Prozent zur Verfügung gestellt und damit für Entspannung am Anleihemarkt gesorgt. Das Geld muss nach drei Jahren zurückgezahlt werden.

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Kommentare zu " Jörg Asmussen: Griechenland ab 2014 wieder auf Wachstumskurs"

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  • @HolgerLippert: ausgezeichneter und absolut zutreffender Kommentar.

  • Na Herr Steingart - das wäre doch mal ein geeigneter Anlass
    uns erneut griechische Staatsanleihen zu empfehlen oder gar selbst zu kaufen ! Auf das wirtschaftliche Augenmass des Handelsblatts ist doch Verlass

  • Glauben die allenernstes dass sie nach umsetzung des katastrophalen sanierungsprogrammes noch auf einen positiven Wachstum Griechenlands hoffen können??? Wachstum sieht anders aus und wird dort kommen wenn im Handel, dem Tourismus, der Energiebranche und der Landwirtschaftlichen produktion investiert wird. So werden viele neue Arbeitsplätze geschafft, auch müssen die Preise sinken, die Löhne etwas erhöht werden ansonsten macht Europa Griechenland noch zu einem Billiglohnland (!!). Natürlich muss noch an der Verwaltung etwas gefeilt werden obwohl es schon wissenswerte Fortschritte gegeben hat und die Korruption und Kriminalität müssen bekämpft werden. Denn die armen einfachen Leute in Griechenland sind an nichts Schuld (ich rede von einfachen Familien, einfachen angestelltetn,Arbeitern,kleinlandwirten und kleinunternehmern) sondern die korrupten Beamte,Politiker,Großunternehmer und Bankiere. (Okay, die die vorher genannten einfachen leute sind nur ein wenig schuld und zwar im Sinne dass sie vielleicht nicht alle Steuern bezahlten..)

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