_

John Boehner: Obamas größter Widersacher

John Boehner hält im Haushaltsstreit an hartem Kurs fest. Der Präsident des Repräsentantenhauses organisiert den parlamentarischen Widerstand gegen Obama.

John Boehner ist der Präsident des Repräsentantenhauses. Quelle: Reuters
John Boehner ist der Präsident des Repräsentantenhauses. Quelle: Reuters

WashingtonSeit Anfang des Jahres ist er der größte Widersacher von US-Präsident Barack Obama: John Boehner, Präsident des Repräsentantenhauses. In dieser Funktion organisiert er den parlamentarischen Widerstand gegen Obama. Während Boehner die Republikaner schon seit Jahren auf einen Kurs der konsequenten Ablehnung einschwört, geht es diesmal um die Zukunft des Landes: Sollten Republikaner und Demokraten in den kommenden Tagen keine Einigung im Schuldenstreit finden, droht den USA die Zahlungsunfähigkeit - mit möglicherweise verheerenden Folgen für die Weltwirtschaft. 

Anzeige

Immer wieder schleuderte Boehner Obamas Großprojekten ein „Nein“ entgegen, sei es bei der Gesundheitsreform oder beim Klimaschutz. „Harte Arbeit und schwierige Entscheidungen sind nötig“, hatte Boehner im Januar gesagt und die Abgeordneten vor „großen Herausforderungen“ gewarnt. Dass die USA nur wenige Monate später kurz vor der Insolvenz stehen würden, war damals aber kaum abzusehen. Sollte die gesetzliche Schuldengrenze bis zum 2. August nicht angehoben werden, droht den USA die Zahlungsunfähigkeit. Zwar betonte Boehner wiederholt, eine Einigung mit den Demokraten anzustreben, in der Sache bleibt er aber hart. 

Am vergangenen Freitag war es dann Boehner, der die Gespräche mit dem Weißen Haus abbrach. „Wir haben nie eine Einigung erzielt, und wir standen auch nie wirklich kurz davor“, sagte er. „Letztendlich sind wir nicht zusammengekommen. Nicht wegen persönlicher Differenzen, sondern wegen unserer unterschiedlichen Visionen für unser Land.“ Am Montag warf er Obama vor, dieser wolle einen „Blankoscheck“, doch den werde er von den Republikanern nicht bekommen. 

Bis zur Kongresswahl im November war Boehner eher unbekannt. Der Aufstieg des 61-Jährigen ist das Ergebnis des politischen Erdrutsches, der sich bei der Wahl ereignete und den Republikanern im Repräsentantenhaus eine satte Mehrheit einbrachte. Schon im Wahlkampf hatte Boehner das enorme Haushaltsdefizit kritisiert. 

  • 26.07.2011, 23:05 UhrAnonymer Benutzer: InfoWarrior

    >>Dass die USA nur wenige Monate später kurz vor der >>Insolvenz stehen würden, war damals aber kaum abzusehen.
    Bitte, war nicht abzusehen. Ich reibe mir gerade die Augen. Es gibt hier einen absolut unfähigen Präsidenten der mehr Geld ausgibt als was er einnimmt. Und das in einem Tempo wie kein Präsident zuvor.
    >> Sollte die gesetzliche Schuldengrenze bis zum 2. August >nicht angehoben werden, droht den USA die >>Zahlungsunfähigkeit
    Wie ich schon an anderer Stelle festgehalten habe, ist dieses eine glatte Lüge. Es wäre problemlos möglich, wenn man die Ausgaben reduzieren würde und einen geringen Teil an Assets verkaufen würden. Aber dieser Präsident, wie auch die vorherigen, ist absolut unfähig. Das zeigt sich schon alleine an der Wahl des Finanzministers.

  • Video

Politik Bundestag stärkt Organspende

Krankenversichterte ab 16 Jahren werden in Zukunft häufiger gefragt, ob sie Organspender werden wollen. Dieses Gesetz hat der Bundestag mit großer Mehrheit verabschiedet - und noch einige weitere Entscheidungen gefällt.

  • Die aktuellen Top-Themen
Kontrolle weiter abgelehnt: Iran plant Bau eines neuen Atomkraftwerks

Iran plant Bau eines neuen Atomkraftwerks

Der Iran bleibt beim Atomprogramm stur: Kontrolleuren wird nach wie vor der Zugang zu den Anlagen verweigert - gleichzeitig kündigte die Regierung nun den Bau eines neuen Kernkraftwerks an. Streit ist vorprogrammiert.

Umfragewerte: Union sinkt in der Wählergunst auf 32 Prozent

Union sinkt in der Wählergunst auf 32 Prozent

Ganze drei Prozent verliert die Union in einer aktuellen Umfrage. Mit nur 32 Prozent Zustimmung muss Merkels Partei sogar aufpassen, nicht von der SPD eingeholt zu werden. Doch aus der Partei kommen optimistische Töne.

Wird Strom teurer?: Koalition sorgt sich um Kosten der Energiewende

Koalition sorgt sich um Kosten der Energiewende

Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier will mehr Tempo bei der Energiewende. Es ist eine Herkulesaufgabe. Nun drohen auch noch die Kosten auszuufern. Ein Zurück zur Atomkraft soll es aber nicht geben.

Global Reporting Krieg gegen Krankenhäuser

An einem Sonntagmorgen im Sommer 2011 wollte der 21-jährige Syrer Khaled al-Hamedh Medikamente für seinen kleinen Bruder besorgen. Khaled machte sich auf den Weg zu einem Krankenhaus in seiner Heimatstadt Hama. Die Apotheken in Hama waren... Von Jan Dirk Herbermann. Mehr…

Handelsblog Feuert die Dicke Bertha in die falsche Richtung?

Ein Kernproblem im Euro-Raum ist, dass es in den Krisenstaaten einen gefährlichen Link gibt zwischen dem Bankensystem und den Staatsfinanzen dieser Länder. Geldinstitute in Griechenland, Spanien, Irland und anderen Ländern stehen mit dem... Von Olaf Storbeck. Mehr…

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International