John Bryson
Obama macht Top-Manager zum Wirtschaftsminister

US-Präsident Obama stärkt das unternehmerfreundliche Profil seiner Regierungsmannschaft und macht einen etablierten Manager zum Wirtschaftsminister. Auf den Neuen warten gewaltigen Herausforderungen.
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WashingtonUS-Präsident Barack Obama ist auf der Suche nach einem neuen Wirtschaftsminister fündig geworden: Der Energiemanager John Bryson aus Kalifornien soll die Stelle besetzen, die nach der geplanten Entsendung von Gary Locke als amerikanischer Botschafter in China vakant geworden ist. Damit stärkt Obama das unternehmerfreundliche Profil seiner Regierungsmannschaft. Die Ernennung muss noch vom Senat bestätigt werden.

Bis Ende 2008 war Bryson CEO der Firma Edison International. Rund 20 Jahre führte Bryson das Unternehmen, das aktuell rund 19 000 Menschen beschäftigt. Im Süden Kaliforniens ist es mit seinen Tochterfirmen eines der wichtigsten Stromversorger. Ein wachsender Teil des Stroms von Edison stammt aus erneuerbaren Energien.

Immer wieder war auch Eric Schmidt von Google als Kandidat für den Posten im Gespräch gewesen. Mit Bryson hat sich Obama nun jedoch für einen Geschäftsmann entschieden, der es vor allem mit den Lobbyverbänden der Konzerne leichter haben dürfte als der oft kritische Schmidt.

Bryson behielt auch nach seinem Ausscheiden bei Edison wichtige beratende Funktionen in anderen Unternehmen wie etwa Boeing, Walt Disney, Kohlberg Kravis Roberts oder der Deutschen Bank America. Fachlich hat er sich einen Namen als Experte für Fragen des Klimawandels gemacht. Eine seiner Hauptaufgaben, so das Weiße Haus, soll die Stärkung des amerikanischen Exports und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sein.

Obama will in den kommenden vier Jahren die Summe der Exporte verdoppeln und dafür vor allem in Asien Zuwächse erzielen. Zudem gilt es, den schwelenden Währungsstreit mit China in den Griff zu bekommen.

Bryson trifft in Obamas umgebautem Wirtschaftsteam auf viele Gleichgesinnte. Der Präsident hatte Anfang des Jahres mit Jeff Immelt den Chef des Industrie- und Finanzriesen General Electric an die Spitze einer wichtigen Wirtschaftskommission geholt. Bill Daley, einen Topmanager von der Großbank JP Morgan Chase, hatte er zu seinem Stabschef im Weißen Haus gemacht.

Die Wirtschaftspolitik gilt als wichtigstes Thema bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr. Obama war zu Beginn seiner Amtszeit wegen eines angeblich wirtschaftsfeindlichen Kurses in die Kritik geraten. Die oppositionellen Republikaner hatten davon bei der Kongresswahl im vergangenen November massiv profitiert.

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  • Fehlt nur noch einer vom Drogenkartell und der Cosa Nostra...

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