Jordanien macht Nahost-Vorschlag
Staatschefs schwänzen Araber-Konferenz

Begleitet von großen Meinungsverschiedenheiten hat am Dienstag in Algier eine zweitägige Gipfelkonferenz der Arabischen Liga begonnen.

HB DÜSSELDORF. Algeriens Präsident Abdul Asis Bouteflika rief die Araber in seiner Eröffnungsrede zur Geschlossenheit auf und zur Reform der von Finanznöten geplagten Liga.

Zu den Initiativen der USA und europäischer Staaten für demokratische Reformen in Nahost sagte der algerische Staatschef: „Reformen können und werden uns nicht von außen aufgezwungen werden. Wir werden selbst ohne jeden Zwang Reformen beschließen.“

Fast ein Drittel der Staatschefs lässt sich in Algier durch Minister vertreten, darunter auch der saudi-arabische Kronprinz Abdullah bin Abdelasis und und König Abdullah II. von Jordanien.

Differenzen zwischen den Mitgliedstaaten wurden zu Beginn vor allem zum richtigen Weg für eine Beendigung des israelisch- palästinensischen Konflikts sichtbar. Keine Chance auf Zustimmung hatte ein jordanischer Vorschlag für eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel noch vor einem vollständigen Rückzug der israelischen Truppen aus den im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzten arabischen Gebieten.

Zweiter Streitpunkt in Algier ist die Krise in Libanon. Weder Syrien noch Libanon haben jedoch darum gebeten, den Konflikt um den Abzug der Syrer aus Libanon und um die Entwaffnung der Hisbollah- Miliz auf die Tagesordnung zu setzen, weshalb das Thema in Algier nur hinter geschlossenen Türen behandelt wird.

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