Jorge Mario Bergoglio Der neue Papst „vom Ende der Welt“

Es ist geschafft: Ein neuer Heiliger Vater ist gewählt. Der neue Papst Franziskus kommt aus Südamerika und ist Argentinier: Jorge Mario Bergoglio, der Erzbischof von Buenos Aires. Eine Zeitenwende im Vatikan.
Update: 13.03.2013 - 22:11 Uhr 33 Kommentare
Jorge Mario Bergoglio ist der neue Papst: Der Argentinier nennt sich Franziskus I.. Quelle: Reuters

Jorge Mario Bergoglio ist der neue Papst: Der Argentinier nennt sich Franziskus I..

(Foto: Reuters)

RomMeilenstein für die katholische Kirche: Der argentinische Kardinal Jorge Mario Bergoglio ist als erster Lateinamerikaner Papst. Der 76 Jahre alte Jesuit gab sich den Namen Franziskus, benannt nach dem heiligen Franz von Assisi.

Fast etwas benommen schaute der Argentinier auf die Menschenmenge. Mit einem Lächeln auf den Lippen sah er die argentinischen Fahnen schwenken. „Franziskus“ ist der Namen, den er gewählt hat. Ein bezeichnender Name, steht doch der Heilige Franziskus von Assisi für die Abkehr vom Reichtum zur Armut.

„Fratelli e Sorelle, Buonasera“ rief er der Menge auf italienisch zu. „Ihr wisst, dass es Aufgabe des Konklave war, den Bischof von Rom zu wählen Es scheint, als hätten meine Brüder ihn fast am anderen Ende der Welt gesucht“, scherzte er und widmete dann seine ersten Worte seinem Vorgänger.

„Betet für mich“, sagte der bescheiden auftretende neue Papst nach der historischen Wahl von der Mittelloggia des Petersdomes. Das neue Oberhaupt von 1,2 Milliarden Katholiken trat in weißer Soutane, mit Brustkreuz und weißem Papst-Käppi vor die Gläubigen.

Bergoglio wird oft als Anwalt der Armen bezeichnet. Er folgt auf den deutschen Papst Benedikt XVI., der am 28. Februar nach einem Pontifikat von nur knapp acht Jahren zurückgetreten war. Er hatte seinen historischen Schritt mit nachlassenden Kräften begründet.

Erstmals seit dem Syrer Gregor III. im 8. Jahrhundert stammt ein Papst nicht aus Europa. Nie zuvor war ein Mitglied des Jesuitenordens Papst.

Bei seinem ersten Auftritt vor zehntausenden Menschen auf dem überfüllten Petersplatz bat das neue Kirchenoberhaupt, für ihn zu beten. Er sprach er mit den Gläubigen das Vaterunser und das Ave Maria für den zurückgetretenen deutschen Papst Benedikt XVI.

Weißer Rauch um 19.07 Uhr
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33 Kommentare zu "Jorge Mario Bergoglio: Der neue Papst „vom Ende der Welt“"

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  • Wenn ich die Kommentare von Saythetruth oder Asche lese, weiß ich nicht so recht ob ich lachen oder weinen soll!
    Zitat Saythetruth:"Ja , die neue Welt soll alles sein - nur nicht männlich und westlich. Dafür sorgen unsere Selbst-Zerfleischungs-Medien und -Politik ohne Unterlass."
    Was machen sie mit ihrer weltfremden Einstellung in einem liberalen Wirtschaftsblatt wie dem HB? Sie sollten vielleicht eher das erzkonservative Kampfblatt lesen!
    @ Handelsblatt: Für eine Wirtschaftszeitung sollte dieses Ereignis höchstens eine Randnotiz wert sein. Wir haben einen neuen Papst, dadurch ändert sich... nichts!

  • Mit Religion läßt sich ausgezeichnet Politik machen, jedenfalls wesentlich leichter als mit Wirtschaftsfragen. Deshalb gibt es auch in Geschichte und Gegenwart so viele Religions- (oder Ideologie-)Kriege, die eigentlich gar keine sind, sondern Wirtschaftskriege in der Verkleidung als Religionskriege. Mal nachdenken bitte!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • @ SayTheTruth:

    Jeder Deutschlehrer würde zu Ihrem Aufsatz sagen:

    "Thema verfehlt, Note 6,setzen!"

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Da soll mal ein bedeutendes Mitglied der Hochfinanz gesagt haben :

    "Der Feminismus ist unsere Erfindung aus zwei Gründen. Vorher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt fast alle weil die Frauen arbeiten gehen. Ausserdem wurde damit die Familie zerstört und wir haben dadurch die Macht über die Kinder erhalten. Sie sind unter unserer Kontrolle mit unseren Medien und bekommen unserer Botschaft eingetrichtert, stehen nicht mehr unter dem Einfluss der intakten Familie. In dem wir die Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir eine kaputte Gesellschaft aus Egoisten geschaffen, die arbeiten (für die angebliche Karriere), konsumieren (Mode, Schönheit, Marken), dadurch unsere Sklaven sind und es dann auch noch gut finden."

    Die Ergebnisse dieser Aussage können täglich besichtigt werden.
    Ob der neue Papst da etwas ändern kann ?????????

  • Sorry, Pinochet war Chilene, doch alles andere bleibt und Richtung und Programm stimmen. Mal die Biographie in Wikipedia lesen.





  • Halbbildung?
    Pinochet war Chilene, lebte also in Chile.
    Der neue Papst ist Argentinier.
    Na ja, Südamerika ist groß und liegt nicht in unmittelbarer Umgebung Ihrer geistigen Reichweite.
    Nehmen Sie´s leicht, aber schreiben Sie nicht einfach drauf los, es sei denn Sie wollen sich blamieren.

  • Wenn ich schaue, wieviel hier anonym ihre Kommentare einstellen,kann ich nur sagen,ihnen fehlt das Wichtigste , nämlich mit Ihrem Namen für Ihre Meinung einzustehen .
    Soll man das wichtig nehmen,ich meine : es fehlt ihnen : ``ich stehe hier Und kann nicht anders``. dr.hornung

  • @cybercrash:
    Pinochet war Chilene... Blablabla

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