Jose Manuel Barosso

„ Krise ist nicht Stunde der Nationalstaaten“

Mit deutlichen Worten hat Jose Manuel Barosso die europäische Idee verteidigt. Der EU-Kommissionspräsident warnte vor einer mangelnden Integrationsbereitschaft der Nationalstaaten.
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Jose Manuel Barosso bei einer Pressekonferenz in Brüssel. Quelle: ap

Jose Manuel Barosso bei einer Pressekonferenz in Brüssel.

(Foto: ap)

Brüssel EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat die Bürger davor gewarnt, sich in der Finanzkrise die früheren Nationalstaaten zurückzuwünschen. „Manche behaupten, das die internationale Zusammenarbeit nicht funktioniert und dass die Nationalstaaten als einzige den Herausforderungen gegenübertreten können. Das ist falsch“, sagte Barroso am Dienstag in Brüssel bei einem Treffen der EU-Botschafter. „Wir brauchen dieses Maß von geteilter Souveränität“, sagte er unter Hinweis auf die Globalisierung. „Es wäre aber ganz sicher falsch, wenn man versuchen wollte, dieses Europa gegen die Nationalstaaten zu bauen.“

Es gehe darum, in der Schuldenkrise kurzfristige Maßnahmen mit langfristigen zu verbinden. Änderungen der EU-Verträge brauchten Zeit: „Also brauchen wir auch kurzfristig Antworten auf die finanzielle Instabilität.“ Die EU stehe aber vor „einem großen Problem“, sagte Barroso. „In einer Zeit, in der wir weitere Schritte in Richtung Integration machen sollten, gibt es in der Öffentlichkeit weniger Unterstützung für diese Integration.“

Die Nationalstaaten und die EU-Kommission müssten „gemeinsam handeln, damit die Bevölkerung Europas weiterhin im Großen und Ganzen die Integration unterstützt.“ Er fügte hinzu: „Ich bin überzeugt, dass wir diese Probleme bewältigen werden.“

  • dpa
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8 Kommentare zu "Jose Manuel Barosso: „ Krise ist nicht Stunde der Nationalstaaten“"

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  • So ist es!

    Und dennoch hat er den Finger in die Wunde gelegt. Wenn die Krise überwunden werden soll, dann muss dies derart geschehen, dass die einzelnen Teile gesunden.

    Wir sehen es plastisch in Portugal und Spanien. Wenn 100 Feuer sich zu einem Großfeuer vereinigen, dann sind keine 99 Feuer gelöscht sondern die Katastrophe ist noch größer geworden.

    Es ist daher an der Zeit, Kassensturz zu machen. Welche Verträge wurden geschlossen, welche sind rechtsverbindlich, welche grundgesetzwidrig, auf welche können wir verzichten? Wer kann uns aus der Krise führen? Sicherlich denken wir nicht an die, die uns hineingeführt haben.

    Wir brauchen Köpfe mit Intelligenz und Loyalität mit dem Volk! Möglicherweise bringt uns auch der Gedanke, das Parlament zu schrumpfen in einen Wettbewerb der Köpfe. Die Parlamentarier sind bestimmt nicht alle blöd, aber es fehlt ihnen der Anreiz überhaupt einen Leistungsdruck wahrzunehmen.

  • bis 60.000,- brutto Jahreseinkommen ??? haben sie da nicht noch mindestens ein Null , vor Tandiemen , Honoraren und Gratifikationen vergessen ?

    Na, und sehen nun wir uns am 08.september in Karlsruhe zur letzten Chance ?
    oder ist es bequemer hinter dem Bildschirm ?

    http://www.deutsche-nationalversammlung.de/start2.html
    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/Brief_JG

  • Ein Fließenleger als großer Staatsmann !!!!
    Barroso bleib bei deinen Fliesen!!gez.walterwerner [...] +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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  • na Barroso will wohl Darth Vader der EU werden ?
    Wenn er sich da nur nicht übernimmt !
    [...] +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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  • Genauso ist es und er, der werte Herr Barroso, hat den höchst dotierten Job der Europäischen Union. Um die Erhaltung und Verteidigung dieses und vieler anderer Jobs bis 60.000 EUR Jahreseink brutto in Brüssel, Straßbourg usw geht es. Hierfür wird gekämpft, nicht für das Wohl der 380 Mio. Einwohner Europas. Das - interessiert NIEMANDEN!! Und: die Leute schmurren weiter dahin vor ihrem iPhone, abgelenkt von Konsum, stehen für Kredite an um Dinge, die "ach-so-wichtig" sind und saufen sich mit Alk oder bestenfalls Coke voll.


  • Barroso drueckt schlichtweg nur den Gedanken aus, dass Regierungen die Mehrheitsmeinung ihrer Bevölkerung zu ignorieren haetten , um sich und mafioese Politkkasten bzw. deren Hintermaenner zu alimentieren.

    Barroso ist fuer mich nur eine "puppet" interessierter Kreise.

    Hier spielen gobal aufgestellte Verbindungen eine gewichtige Rolle: OK und US -Banken... Mit unterschiedlicher Ausrichtung.... Ziel bleibt: Destabilisierung Europas und des Euros.
    Es ist ihnen bereits in Teilen gelungen....

    Zuletzt stehen die in Bruessel alleine da , kaufen ein Stueck Land aus der Konkursmasse Belgiens und gründen mit Martin Schulz als Parlament-Pr einen Kleinstaat a la Vatikan oder San Marino. Dann allerdings mit Cayman aufgestellten Briefkastenfirmen und eigenen Briefmarken/Münzen.

    Die regieren sich bald selbst....

  • "Die Nationalstaaten und die EU-Kommission müssten „gemeinsam handeln, damit die Bevölkerung Europas weiterhin im Großen und Ganzen die Integration unterstützt.“ Er fügte hinzu: „Ich bin überzeugt, dass wir diese Probleme bewältigen werden.“

    Werter Herr Barroso, wie wollen sie die Bürger für "Europa" (ich meine damit nicht den Kontinent)überzeugen? Dieses "Europa" steht für mich als ein Furcht einflößendes Monster. Dieses Monster bläht sich immer mehr auf, kostet einen Haufen Geld und überschlägt sich darin völlig blödsinnige Ideen umzusetzen.

  • Der EU-Kommissionspräsident warnte vor einer mangelnden Integrationsbereitschaft der Nationalstaaten
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    Hätte er sich direkt auf Deutschland bezogen,
    so wie es bisher auch Monti,Juncker,Hollande,Samaras,
    Berlusconi und auch er getan haben,über die letzten
    Monate,wäre sein Anliegen weniger heuchlerisch..

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