Jüngste Nordkorea-Krise
Kim Jong Un könnte Märkte dauerhaft belasten

Diesmal könnte Nordkorea den Märkten dauerhaft Probleme bereiten, warnen Südkoreas Finanzpolitiker. Der jüngste Konflikt sei stärker. Unterdessen versucht UN-Chef Kim Jong Un zu einem Kurswechsel zu bewegen.
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Madrid/SeoulSüdkoreas Vize-Finanzminister Choo Kyung Ho rechnet mit dauerhaften Belastungen der Märkte durch den Nordkorea-Konflikt. „In der Vergangenheit haben sich die Märkte schnell von den Auswirkungen durch Ereignisse im Zusammenhang mit Nordkorea erholt, aber die jüngsten Drohungen Nordkoreas sind stärker und die Folgen könnten sich deswegen nicht so schnell in Luft auflösen“, sagte Choo am Freitag zu Beginn eines Gesprächs mit hochrangigen Vertretern von Wirtschaftsverbänden.

Ziel des Zusammentreffens war es, Maßnahmen zu diskutieren, um die Stabilität der Märkte zu gewährleisten. Choo rief dazu auf, schnell und entschlossen einzugreifen, wenn es nötig sei.

Am Freitag verlor der südkoreanische Leitindex Kospi 1,2 Prozent im frühen Handel. Bisher haben sich die Auswirkungen des Konflikts auf der koreanischen Halbinsel auf die Finanzmärkte in Grenzen gehalten. In den vergangenen Wochen sind die Spannungen zwischen beiden Staaten deutlich gestiegen.

Die Führung in Pjöngjang drohte den USA mit einem atomaren Erstschlag und erklärte, sich im Kriegszustand mit Südkorea zu befinden. Die USA schickten daraufhin Tarnkappenbomber und Kriegsschiffe in die Region und kündigten an, bald ein Raketenabwehrsystem auf der Pazifik-Insel Guam zu stationieren.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief Nordkorea am Donnerstag zu einem Kurswechsel auf: „Atomwaffen sind kein Spielzeug“, betonte der Südkoreaner am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Madrid. Es bestehe die Gefahr, dass der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel außer Kontrolle gerate.

„Man hat die Dinge zu weit getrieben“, sagte Ban nach einem Treffen mit dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy. „Ich bin besorgt, denn jeder Kalkulationsfehler und jede Fehleinschätzung können in der jetzigen Lage auf der koreanischen Halbinsel eine Krise auslösen, die äußerst schwerwiegende Folgen hätte.“ Nun sollten alle Seiten zur Entspannung der Lage beitragen.

Das kommunistische Regime drohte den USA offiziell mit einem Atomschlag. Allerdings bezweifeln Experten, dass das Land auf Jahre hinaus in der Lage sein wird, US-Festland mit einer Atomrakete zu treffen. Im Konflikt mit Südkorea wich die Führung in Pjöngjang am Donnerstag keinen Millimeter zurück.

Die Lage auf der Halbinsel bleibt äußerst angespannt. Die USA bauen als Reaktion auf die fortdauernden Provokationen ein Raketenabwehrsystem auf dem US-Stützpunkt der Pazifikinsel Guam auf.

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  • Amerikanische Soldaten haben ca. 2000000 Zivilisten in dem Land grausam getötet (nicht genaue Zahl) Auf jeden Fall waren es unglaublich viele und es erinnert mich stark an den Holocaust. Sie stehen waffenstrotzend um das Land herum. Sie haben massenhaft Atomwaffen und setzen sie auch gern mal ein. Sie kontrollieren wohl irgendwie die Medien?! Kim Jong Un ist mit Sicherheit kein toller Mensch, das will ich nicht sagen...

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Fast. Hauptsächlich geht es darum, dem Volk die missliche Lage zu erklären. Man braucht halt einen Sündenbock von außen, den man für den Hunger und den Mangel an allem im Land verantwortlich machen kann. Der Konflikt muss stetig köcheln. Wie in "1984".

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