Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa
Jung, klug, arbeitslos

Die Arbeitslosigkeit in den Krisenländern ist dramatisch. Betroffen sind vor allem junge Menschen. Die Arbeitsmärkte müssten dringend reformiert werden, so eine Studie. Sonst gebe es nur eine Chance für die Jungend.
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Experten sehen die EU-Bemühungen zum Abbau der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa kritisch. Der Präsident des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW, Clemens Fuest, sagte am Dienstag bei der Vorstellung einer Studie der Robert-Bosch-Stiftung, staatliche Ausbildungsplätze und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen seien meist keine starke Brücke in den Arbeitsmarkt. „Der derzeitige Ansatz der EU, jedem Jugendlichen innerhalb von vier Monaten mit öffentlichen Mitteln irgendein Angebot zu machen, ist daher problematisch.“

Derzeit sind laut Studie europaweit 7,5 Millionen junge Menschen ohne Ausbildung oder arbeitslos. Krisenländer wie Spanien, Italien oder Portugal sollten sich darauf konzentrieren, junge Menschen ohne Ausbildung zu qualifizieren, so Fuest. Auch bei Berufsberatung und Arbeitsvermittlung gebe es Nachholbedarf. Die Wissenschaftler kritisieren eine Spaltung der Arbeitsmärkte in Südeuropa. Während Festangestellte von starken Kündigungsschutzgesetzen profitierten, seien Berufseinsteiger oft nur befristet beschäftigt. Kurzfristig, so die Studie, komme es darauf an, junge Menschen besser über Beschäftigungschancen im Ausland aufzuklären.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bietet EU-Ländern nun Hilfe an. Sie könnten von der deutschen dualen Ausbildung - Berufsschule und Betrieb - profitieren: „Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die duale Ausbildung, mit der wir in Deutschland ausgezeichnete Erfahrungen haben und die in vielen Ländern hohe Anerkennung findet.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa: Jung, klug, arbeitslos"

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  • Die Arbeitslosigkeit ist von den Politikern bewusst gewollt. Sie wollen nur Geld von Deutschland, das ja bereitwillig sofort zahlt. Warum zwingt man die Wirtschaft nicht Arbeitsplätze zu schaffen. Sind die Bosse für Boni, geht es sofort! Will man mehr Steuern, geht es auch sofort, Ausnahme Griechenland, wor Reiche nichts zahlen dürfen per Gesetz!

  • Es wird noch schlimmer, wenn die Menschen nicht begreifen - verstehen, daß der Kampf zwischen Arm und Reich schon lange begonnen hatte.
    Reagan, Thatcher, Kohl ... Schröder und Merkel demontieren - zerstören die ganze Welt,
    und der "Chinese" freut sich.

    Die Arbeitswelt hat sich in den vergangenen 25 Jahren komplett verändert.
    Computer- und Roboter- und Programme, Maschinen,.. bis zum Internet.
    Wenn man vor 25 Jahren noch 2 Jahre für ein Projekt im Maschinenbau hatte,
    so sind das heute nur ein paar Wochen.
    Z. Beisp.
    Wo früher tausende technische Zeichner arbeiteten, steht ein Plotter oder Drucker, der schneller und eine bessere Qualität abliefert.

    Nur das Kapital - Reiche wird in den letzten 32 - 34 Jahren noch von der Politik bedient.

    25 Std.-Woche bei vollen Lohnausgleich und ständige Weiterbildung wäre eine Lösung,
    um bis zur Rente arbeiten zu können.

    Es können ja nicht alle Beamte und Politiker/innen werden.

    Das duale Ausbildungs-System sollte weltweit eingeführt werden.

    Gerechte Löhne und Arbeitsbedingungen, ..... auf der ganzen Welt.

    Nur lokal Denken, Handeln,... funktioniert heute nicht mehr.

    Dazu ist es jedoch notwendig die aktuellen Politiker/innen-Eliten und das willige Fußvolk
    zu entmachten.
    Keine korrupten und unfähigen Nebentätigen im Bundestag und in den Landtagen.

    Abgeordnete/r = Ehrenamt Vergessen von den meisten Politiker/innen bzw.
    nie praktiziert.

    Vollzeitbezahlung = Vollzeitbeschäftigung für die Bürger/innen der BRD
    und nicht für die Konkurrenz und nur die eigenen Taschen.

    Strafbaren Amtseid und Konditionen wie Beamte für alle Politiker/innen inkl. Kanzler/in.

  • Gewisse Kreise stehen offensichtlich auf dem Standpunkt, das Problem liege bei der unzureichenden Ausbildung der Jugendlichen. Langfristig mag das gute deutsche Ausbildungssystem schon eine verstärkend positive Wirkung haben: Nur: Das eigentliche Problem liegt doch offensichtlich darin, dass der spanische Arbeitsmarkt nicht annähernd genügend Arbeitsplätze bietet. Da hilft dann auch gute Ausbildung wenig. Die greift nämlich nur dann positiv, wenn überhaupt ein hinreichendes Angebot an Arbeitsplätzen vorhanden ist. Wir erleben in jüngster Zeit den Versuch gewisser neoliberaler Wirtschaftskreise
    und ihrer Unterstützer die Verantwortung für die desolate
    soziale Lage und Arbeitslosigkeit breiter europäischer Bevölkerungsschichten bei den Betroffenen selber abzulagern. Frei nach dem Motto: Bessere oder arbeitsmarktangepasstere Qualifikation, dann wird es schon was mit Überwindung von Arbeitslosigkeit. Dies ist dann ein sehr perfides, von der eigenen neoliberalen Schuld ablenkendes, Spiel, wenn angesichts Massenarbeitslosigkeit gar nicht hinreichend Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Auch in Deutschland gibt es mit 3 Millionen Arbeitslosen und etwa genauso viel Unterbeschäftigten nicht annähernd genügend Jobs.
    Gleichwohl faselt die neoliberale FDP immer sehr einseitig von Bildungsgerechtigkeit. Sollen ihre Handlager in der Wirtschaft doch erst einmal genügend Arbeitsplätze anbieten.

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