Julian Assange
Wikileaks-Gründer scheitert mit Klage gegen Haftbefehl

Der Druck auf den Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks wächst. Nicht nur der Haftbefehl gegen den Internet-Aktivisten Julian Assange bleibt bestehen. Unter dem Druck der USA hat der Online-Buchhändler Amazon der Plattform die Unterstützung aufgekündigt.
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HB STOCKHOLM. Die Fahndung nach dem Internet-Aktivisten Julian Assange geht international weiter. Der Oberste Gerichtshof in Stockholm wies am Donnerstag eine Klage des 39- jährigen Australiers ab. Assange wollte vor dem Gericht die Aufhebung eines schwedischen Haftbefehls wegen Verdachts der Vergewaltigung und sexueller Nötigung erreichen. Assange ist der Kopf der Enthüllungsplattform Wikileaks, die derzeit vertrauliche und geheime Dokumente aus US-Botschaften veröffentlicht.

Nach der Entscheidung aus Stockholm bleibt der Wikileaks-Gründer auch auf der „roten Interpol-Liste“ international zur Fahndung ausgeschrieben. Die Staatsanwaltschaft in Stockholm hatte den Haftbefehl schon vor der umstrittenen Wikileaks-Veröffentlichung erlassen.

Assange soll bei einem Schweden-Besuch im August zwei Frauen bei insgesamt fünf Gelegenheiten vergewaltigt oder andere sexuelle Gewalt ausgeübt haben. Er bestreitet die Vorwürfe und sieht sie als Teil einer aus den USA gesteuerten Verschwörung gegen ihn. Nach Londoner Medien-Angaben hält er sich in Großbritannien auf.

Derweil gehen die Wikileaks-Gegner in den USA mit technischen Mitteln gegen die Enthüllungsplattform vor: Der Internet-Konzern Amazon verbannte Wikileaks von seinen Servern. Das Projekt hatte die umstrittenen Dokumente in den Rechenzentren des Konzern abgelegt, um einen möglichst schnellen und stabilen Zugriff auf die Daten zu ermöglichen. Die geheimen Dokumente aus den US-Botschaften in aller Welt, die Wikileaks seit Sonntag veröffentlicht, sind aber auf anderen Wegen im Internet weiter zugänglich.

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