Justiz
Taiwans Ex-Präsident zu lebenslänglich verurteilt

Der frühere Präsident von Taiwan, Chen Shui-bian, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht in Taipeh befand ihn unter anderem der Korruption für schuldig. Der Ex-Präsident sieht sich als Opfer politischer Verfolgung.

HB TAIPEH. Der Staatsanwalt hatte ihm Unterschlagung von umgerechnet zwei Mio. Euro, die Annahme von Bestechungsgeldern in Höhe von 9,5 Mio. Euro, Geldwäsche, Dokumentenfälschung, unzulässige Einflussnahme und Erpressung vorgeworfen.

Vor dem Gericht demonstrierten hunderte Unterstützer des Unabhängigkeitsbefürworters. Chen Shui-bian, der die demokratische Inselrepublik acht Jahre lang regiert hatte, hat die Vorwürfe in dem Prozess immer wieder zurückgewiesen und sich als Opfer politischer Verfolgung dargestellt.

Am 1. September war allerdings bereits seine Frau Wu Shu-chen wegen Korruption zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Drei weitere Familienmitglieder erhielten sechs Monate Gefängnis. Die Strafen fielen milde aus, weil sie ihre Vergehen eingestanden hatten.

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