
Kilis2.051 Mal Horror, Hoffnung, Enttäuschung, Mut, Angst und Bangen. 2.051 weiße Container ducken sich gleich hinter dem Grenzposten der südanatolischen Stadt Kilis. Nicht einmal einen Steinwurf ist hier Syrien entfernt, auf der anderen Seite des Schlagbaums. In den 2.051 Containern hausen etwa 13.000 syrische Flüchtlinge, obwohl offiziell nur Platz für 12.000 ist. Doch es werden immer mehr. Und schon jetzt sind die meisten Container mit staubig braunen Wollfecken verhängt, um wenigstens die Familien etwas vor den Blicken der anderen zu schützen. Doch Tausende drängen nach.
Hinter dem Grenzposten, vor dem eine gewaltige Blechlawine aus überladenen Wagen mit Kennzeichen aus aller Herren syrischer Städte sich staut, warten mindestens 6.000 Menschen. Vielleicht sind es auch allein hier, am Grenzposten Kilis, 10.000 Syrer, die auf Einlass in die schützende Türkei hoffen.
Aber man könne täglich nur 500, vielleicht 800 von ihnen herüberlassen, wenn es in den türkischen Auffanglagern einigermaßen geordnet zugehen solle. Die Türkei brauche jetzt „dringend Hilfe anderer Länder“, fügt Suleiman Tapsiz, der Gouverneur von Kilis, noch hinzu. Das Lager sei schon jetzt überlaufen, doch es kämen immer mehr Flüchtende.
Der Flüchtlingsstrom aus Syrien in die Türkei setzt ein. Ankaras Regierungschef Recep Tayyip Erdogan verspricht den Flüchtlingen eine offene Grenze. Zehn Tage später sind bereits fast 10 000 Syrer in türkischen Lagern.
Anhänger von Machthaber Baschar al-Assad attackieren die türkische Botschaft in Damaskus.
Die Türkei ruft ihre Bürger auf, Syrien wegen der Gewalt zu verlassen. Am 26. März schließt Ankara die Botschaft in Damaskus.
Syrische Truppen feuern über die Grenze hinweg auf das Flüchtlingslager Kilis. Zwei Syrer und zwei Türken werden verletzt. Ankara verstärkt die Truppen an der Grenze und warnt vor weiteren Angriffen. In türkischen Lagern leben rund 25 000 Syrer.
Als Reaktion auf das Massaker an Zivilisten im syrischen Al-Hula weist die Türkei alle syrischen Diplomaten aus Ankara aus.
Syrien schießt vor der Küste einen türkischen Militärjet ab. Beide Piloten sterben. Das Flugzeug war nach syrischen Angaben in den Luftraum des Landes eingedrungen.
Der türkische Ministerpräsident Erdogan sagt in einer vom Fernsehen übertragene Ansprache: „Bis sich das syrische Volk von diesem Diktator (Baschar al-Assad) mit blutbefleckten Händen befreit hat, wird die Türkei ihm (dem Volk) jede Art von Unterstützung zuteilwerden lassen.“
Ankara stationiert Raketenabwehrsysteme und Militärfahrzeuge an der Grenze.
Die türkische Armee lässt Kampfjets gegen syrische Hubschrauber aufsteigen, die sich der Grenze näherten.
Wegen der schnell steigenden Zahl syrischer Flüchtlinge fordert die Türkei Schutzzonen auf syrischem Boden. Die türkischen Lager könnten nicht mehr als 100 000 Menschen aufnehmen. 70 000 sind bereits in die Türkei geflüchtet, tausende warten tagelang auf der syrischen Seite der Grenze auf die Einreise in die Türkei.
Bei Kämpfen syrischer Regierungstruppen mit Rebellen werden in dem türkischen Grenzdorf Akcakale mehrere Menschen durch Schüsse aus Syrien verletzt.
In Akcakale schlagen mindestens drei aus Syrien abgefeuerte Granaten ein. Eine Mutter und ihre vier Kinder sterben. Wenig später greift die türkische Armee erstmals Ziele im Nachbarland an. In den folgenden Tagen schlagen im Grenzgebiet immer wieder Granaten aus Syrien ein, die Türkei feuert zurück.
Das Parlament in Ankara erlaubt der Regierung für ein Jahr Einsätze auch über die Grenze hinweg. Die Türkei habe aber kein Interesse an einem Krieg mit Syrien, heißt es.
Die türkische Luftwaffe zwingt ein syrisches Passagierflugzeug zur Landung in Ankara. Die Maschine war auf dem Weg von Moskau nach Damaskus. Es seien Teile von Raketensystemen und Kommunikationsausrüstung an Bord gefunden worden.
Die, die hier Unterschlupf fanden in einem der Container mit seinen je 21 Quadratmetern, verteilt auf zwei Zimmer, Kochnische und Nasszelle, genießen die letzten warmen Strahlen, die die Olivenhaine um das Lager in gelbes Herbstlicht hüllen. „Wir haben 80 türkische Lira alle zwei Wochen pro Personen“, berichtet ein Mann mit einem akkurat gestutzten Vollbart. Seinen Namen nennen wolle er nicht, denn er habe Angst vor Verfolgung der Verwandten. Sie hätten die Flucht noch nicht gewagt, harrten mit kranken Angehörigen noch im syrischen Heimatdorf zwischen Kilis und der heftig umkämpften nordsyrischen Industriemetropole Aleppo aus.
Die 80 Lira, umgerechnet rund 35 Euro, reichten noch für die Einkäufe in den drei Supermärkten im Lager. „Doch bald kommt der Winter und wir haben nur Sommersachen und kein Geld für warme Klamotten“, übersetzt der Mann die Worte der Frau seines Bruders. „Wir hoffen alle, dass wir bald wieder heim können. Man kann es kaum aushalten, die täglichen Horrormeldungen am Handy aus der Heimat, die Hilflosigkeit, das Nichtstun, die Trauer der Kinder
Immerhin werde er nun nicht mehr gefoltert. Durch die Offensive der Rebelleneinheiten hätten Häftlinge in einigen Städten wie Aleppo fliehen können. „Ich saß fast zwölf Jahre in Assads Folterknast. Er ist ein Henker, ein Mörder“, zieht der Bärtige über den syrischen Diktator Bashar al-Assad her.
„Mit eigenen Augen habe ich gesehen, wie Soldaten Menschen lebendig begraben ließen und dann mit Bulldozern die zugeschüttete Fläche plattwalzten“, schnürt es ihm noch immer die Kehle zu. Horrorgeschichten wie diese haben viele hier im Lager zu berichten. Immerhin müssten sie sie nicht mehr selbst durchleiden. Doch das Nichtstun nage an ihren Nerven.

Wenn es um turkei geht kommen nur dummen kommentare die mit hass ausgesprochen wird wie konnts ihr deutscland mit turkei vergleichen uberall der grenzen der turkei ist feuer machts mall eure augen auf...

Ja, mir tun auch die Kinder und jungen Mütter leid. Sie sind es immer, die alles ausbaden müssen
Aber warum wird Erdogan denn nicht fertig damit?
Da war der doch erst hier, hat uns quasi gedroht, wenn wir ihn nicht in die EU nehmen, dann... Hat sich hier aufgespielt wie der neue Herrscher, die Türkei als Superland gepriesen und nun soll Deutschland wohl mal wieder die Flüchtlinge, schließlich sind es Moslems, aufnehmen? Weil er mit so ein paar Flüchtlingen nicht fertig wird?
Wie war das denn im Kosovo Krieg? Da hat Deutschland die meisten, wenn nicht alle, Kriegsflüchtlinge aufgenommen, da kam auch keiner um zu helfen
Wo sind denn die anderen europ. Länder?
Was hat unsere dämliche Justizminsiterin dahin zu fahren?
Besteht Europa nur aus Detuschland, wenn es darum geht, zu helfen? Offenbar ja, deutlicher kann man es nicht zeigen

Sprache der Osmanen ?? Was um Gottes Willen ist die Sprache
der Osmanen ? Habe ich was bei Karl May , der die Quelle vieler Türkeikenner ist, verpasst ?? Kann mich jemand auf-
klären ??
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