Justizministerium
Türkische Polizei erschießt Selbstmordattentäter

Im Justiministerium von Ankara hat die türkische Polizei am Freitag einen Selbstmordanschlag verhindert. Türkische Nachrichtensender meldeten, der mutmaßliche Attentäter sei auf der Straße nach einer kurzen Verfolgungsfahrt erschossen worden.

HB ANKARA. Bei dem 25 Jahre alten Attentäter handele es sich um ein gesuchtes Mitglied der linksextremen Terrororganisation DHKP- C, teilte die Polizei mit. Die DHKP-C ist vor allem wegen Hungerstreik-Proteste gegen türkische Hochsicherheitsgefängnisse und Isolationshaft bekannt. Medienberichten zufolge sollte der Anschlag Justizminister Cemil Cicek gelten. Der Minister sprach von einem „bedauerlichen Vorfall“.

Der Mann hatte versucht, durch den Besuchereingang in das Gebäude zu gelangen, um dort angeblich eine Bombe zu zünden. Dabei soll es sich um einen selbst gefertigten Sprengsatz gehandelt haben. Beim Betreten des Ministeriums hatten die Wachmänner den Mann zunächst überwältigt, weil die Eingangskontrolle Alarm ausgelöst hatte. Sie warfen den Verdächtigen zu Boden und legten ihm Handschellen an. Bevor der Mann jedoch genauer untersucht werden konnte, gelang es ihm mit auf dem Rücken gefesselten Händen aus dem Gebäude flüchten.

Die Polizisten folgten dem Fliehenden auf die Straße und feuerten mehrere Schüsse ab. Der mutmaßliche Attentäter habe versucht, die an seinem Körper befestigte Bombe zu zünden, und auf Warnschüsse nicht reagiert. Nach einem Schuss in den Kopf sank der 25-Jährige zu Boden und blieb in einer Blutlache liegen, wie Fernsehbilder zeigten. Von Polizeiexperten in Schutzanzügen wurde er daraufhin auf Sprengstoff untersucht.

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