Kabinettsbildung
Schwedens neuer Premier macht Vorgänger zum Minister

Drei Wochen nach seinem Wahlsieg über den Sozialdemokraten Göran Persson hat Schwedens neuer Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt überraschend seinen Parteikollegen Carl Bildt zum Außenminister ernannt. Bildt hatte die letzte bürgerliche Regierung in Schweden 1991 bis 1994 geführt und galt lange als Rivale Reinfeldts.

HB STOCKHOLM. Dem neuen Kabinett gehören einschließlich des Ministerpräsidenten zwölf Männer und zehn Frauen an. Die Konservativen („Moderate Sammlungspartei“) stellen mit zehn Regierungsmitgliedern das mit Abstand größte Ministerkontingent. Jeweils vier Minister stellen das Zentrum, die Christdemokraten und die liberale Volkspartei. Kulturministerin Cecilia Stegö-Chiló ist parteilos. Der als maßgeblicher Architekt der bürgerlichen Vierer-„Allianz“ geltende Konservative Anders Borg übernimmt das Finanzministerium.

In seiner ersten Regierungserklärung kündigte Reinfeldt am Freitag eine ausgeprägte Mitte-Politik „für alle Schweden“ an. Er werde die Schaffung neuer Arbeitsplätze in den Mittelpunkt stellen. Die Koalition habe als erste Mehrheitsregierung in Schweden seit 25 Jahren gute Möglichkeiten zur Durchführung zukunftsweisender Reformen.

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