Kabinettsumbildung scheitert
Schwere Niederlage für Israels Premier

Das israelische Parlament, die Knesset, hat Regierungschef Ariel Scharon die Gefolgschaft verweigert: Die Abgeordneten lehnten eine Kabinettsumbildung ab. Beobachter sehen die Schlappe als eine Art Racheakt für den Abzug aus dem Gaza-Streifen.

HB JERUSALEM. Die drei von Scharon nominierten Minister wurden vom Parlament mit 60 zu 54 Stimmen abgelehnt. Scharon hatte die Abstimmung bereits vor einer Woche wegen einer drohenden Niederlage verschoben. Er war mit den Nominierungen auf scharfe Kritik bei Vertretern seiner eigenen Likud-Partei gestoßen. Hintergrund ist die ablehnende Haltung vieler Likud-Abgeordneter zum israelischen Abzugs aus dem Gazastreifen. Auch gibt es in der Partei Vorwürfe, Scharon wolle mit den Ernennungen politische Unterstützung erkaufen.

Beobachter hatten im Falle einer Abstimmungsniederlage Scharons damit gerechnet, dass der Ministerpräsident Neuwahlen ausrufen könnte. Ein israelischer Fernsehsender berichtete aber am Abend unter Verweis auf Informationen aus der Umgebung des Regierungschefs, dies sei nicht geplant.

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