Kabul
Mehrere Tote bei Anschlag auf US-Konvoi

Bei einem Selbstmordanschlag gegen einen US-Militärkonvoi in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Samstag ein Soldat und mehrere Zivilisten getötet worden. Nach Angaben des US-Militärs war der Attentäter mit einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug in den Konvoi gerast.

HB KABUL/POTSDAM. Bei dem Anschlag seien auch zahlreiche Zivilisten getötet oder verletzt worden. Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Das afghanische Innenministerium teilte mit, bei dem Anschlag auf der stark befahrenen Straße zum internationalen Flughafen von Kabul seien mindestens zwei afghanische Zivilisten ums Leben gekommen. Nach Angaben des afghanischen Gesundheitsministers, Amin Fatimi, wurden sieben Verletzte in Krankenhäuser eingeliefert.

Deutsche Soldaten waren von dem tödlichen Selbstmordanschlag nicht betroffen. Das teilte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam auf Anfrage mit. Unter Bezug auf Angaben der NATO berichtete er von einem getöten und zwei verletzten NATO-Soldaten, ohne nähere Angaben zu deren Nationalität zu machen. Zudem seien drei Afghanen ums Leben gekommen. Nach Angaben der afghanischen Polizei war ein Selbstmordattentäter mit seinem mit Sprengstoff bepackten Auto in den Konvoi gerast, der zum internationalen Flughafen von Kabul unterwegs war.

Die bei einem Anschlag auf eine Bundeswehr-Patrouille am Vortag im nordafghanischen Kundus leicht verletzten drei Soldaten befinden sich nach Angaben des Einsatzführungskommandos auf dem Weg der Besserung. Sie seien wie ihr ebenfalls verletzter afghanischer Übersetzer in das mit einer Klinik ausgestattete deutsche Feldlager Masar-i-Scharif ausgeflogen worden. Dort würden sie gründlich untersucht. Eine Rückholung nach Deutschland werde geprüft, sagte der Sprecher.

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